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Norddeutsche Rundschau

17. Dezember 2017 | 13:27 Uhr

Interview : Von Heide auf die Expo in Astana

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Heider Studentin Viktoria Hergenreder arbeitet seit Juni als Hostess im Deutschen Pavillon in Kasachstan.

shz.de von
erstellt am 26.Jul.2017 | 17:12 Uhr

Als eine von 60 Hostessen und Hosts betreut Viktoria Hergenreder (24) seit Juni die Besucher im Deutschen Pavillon „Energy on Track“ auf der Expo 2017 in Kasachstan. Über ihre Erlebnisse auf der Weltausstellung spricht die gebürtige Russin, die nach ihrer Ausbildung zur Bürokauffrau in Kiel seit drei Jahren an der Fachhochschule Westküste (FHW) in Heide Betriebswirtschaftslehre studiert.

Frau Hergenreder, wie gefällt es Ihnen in Astana?
Viktoria Hergenreder: Hier lässt es sich super leben, auch wenn das heiße Wetter für mich eine große Umstellung war. Ansonsten haben wir Mitarbeiter mit der „Expo-Village“ eine wirklich schöne Unterkunft bekommen – mit einem großen Einkaufszentrum nur wenige Gehminuten entfernt.

Was hat Sie gereizt, sich als Hostess für den Deutschen Pavillon zu bewerben?
Die Möglichkeit, viele interessante Menschen kennen zu lernen und ein neues Land zu erkunden – das waren für mich die ausschlaggebenden Punkte. Auch das Expo-Thema „Future Energy“ hat mich sehr interessiert. Ich war auf die verschiedenen Beiträge der teilnehmenden Länder gespannt. Außerdem hat sich mein Freund Timur als VIP-Host beworben. Die Möglichkeit mit ihm den Sommer in Astana zu verbringen, war für mich eine ideale Vorstellung, da ich so auch sein Heimatland kennen lernen konnte.

Ist das eine Arbeit wie jede andere?
Die Arbeit im Deutschen Pavillon ist keinesfalls mit einer anderen zu vergleichen. Hier treffen verschiedenste Kulturen aufeinander.

Wie reagieren die Besucher auf die Beiträge im Deutschen Pavillon „Energy on Track – Energie auf dem richtigen Weg“?
Durchweg begeistert. Bis jetzt haben wir nur positives Feedback bekommen. Viele Besucher kommen auf Empfehlung anderer Gäste und bestätigen ebenso, dass die Ausstellung im Deutschen Pavillon zu den Besten der gesamten Expo zählt.

Ist es Ihre erste Expo?
Ja, und auch meine erste Tätigkeit als Hostess.

Bleibt neben der Arbeit Zeit, Stadt und Land zu erkunden?
Da wir nach einem Schichtsystem arbeiten, bei dem wir zwei Tage in der Woche frei haben, bleibt genug Zeit die Stadt zu erkunden. Einige Male war ich auch schon außerhalb von Astana und konnte mir so einen Eindruck von Kasachstan verschaffen.

Und wie sieht es mit Expo-Pavillons anderer Nationen aus?
Einige habe ich schon besichtigen können, aber noch nicht alle. Besonders gut haben mir Österreich und die Türkei gefallen. Dort gab es sehr viele interaktive Exponate mit interessantem Inhalt. Den kasachischen Pavillon hebe ich mir bis zum Schluss auf, da er neben dem Deutschen am meisten von den Expo-Besuchern gelobt wird.

Mit welchen Erwartungen sind Sie nach Kasachstan gekommen?
Eigentlich wollte ich meine Russisch-Kenntnisse verbessern. Als wir 1997 nach Deutschland gezogen sind, war ich erst fünf Jahre alt. Dementsprechend hatte ich einen geringen Wortschatz und anfänglich Schwierigkeiten bei der Erklärung unserer Exponate. Mittlerweile kann ich unsere Expo-Besucher problemlos über regenerative Energien und zukünftige Technologien aufklären.

Am 13. September kehren Sie nach Heide zurück: Was folgt dann?
Nach der Expo werde ich damit beginnen meine Bachelorarbeit zu schreiben.

Und worauf freuen Sie sich am meisten?
Meine Familie und Freunde wiederzusehen – und auch auf das deutsche Essen.

Interview: Jens Neumann

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