Aussichtsturm : Von Burg bis zur Nordsee blicken

Bürgermeister Hermann Puck (vorn ) und Ernst-Ott Pieper (3. v. re.) mit dem Organisationsteam.
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Bürgermeister Hermann Puck (vorn ) und Ernst-Ott Pieper (3. v. re.) mit dem Organisationsteam.

Der Aussichtsturm am Burger Waldmuseum wurde vor 100 Jahren eingeweiht. Der Kaiser untersagte damals wegen des Ersten Weltkriegs eine Feier.

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06. Juni 2014, 05:00 Uhr

Im Luftkurort wird ein spezielles Jubiläum gefeiert: Der Aussichtsturm am Burger Waldmuseum wurde vor 100 Jahren errichtet. Das soll Anfang August gebührend gewürdigt werden.

Während der Einweihungsfeier des Aussichtsturms am 1. August 1914 brach der Erste Weltkrieg aus. Die kaiserliche Regierung verbot alle für diesen Tag geplanten Feierlichkeiten. So brach man damals die Einweihungsfeier ab. Waldmuseumsleiter Ernst-Otto Pieper schilderte diese Anekdote auf dem Vorbereitungstreffen zur Hundertjahrfeier des Aussichtsturms. Tatsächlich ragt auf dem 66 Meter hohen Wulfsboom bereits der dritte Turm 21 Meter in die Höhe. Im 19. Jahrhundert wurde zunächst ein Vermessungsturm auf dem damals mehr oder wenige kahlen Wulfsboom errichtet, später ein etwa acht Meter höherer Holzturm. Als mit Beginn des 20. Jahrhunderts immer mehr Touristen nach Burg strömten, entschied sich der örtliche Verschönerungsverein zum Bau des Aussichtsturms.

,,11 000 Besucher zählte man in den Anfangsjahren jährlich“, berichtet e Pieper. Der Blick reichte bis hinaus auf die Nordsee. Heute ist das im Turm beheimatete Waldmuseum der Publikumsmagnet mit 6000 Besuchern jährlich, Tendenz steigend. Eine ähnliche Entwicklung kann in Dithmarschen nur der Steinzeitpark in Albersdorf vermelden. Großen Schwund bei den Besuchern brachte der Verlust von Aussichtsturmcafé und Schullandheim. Beide zogen jährlich tausende Besucher in den Luftkurort und damit auch auf den Turm.

Die Organisatoren des Jubiläumsfestes haben bereits ihr Programmpaket geschnürt. So findet zunächst am 1. August um 16 Uhr ein Empfang für geladene Gäste statt. Tags darauf ist die die öffentliche Feier geplant. Los geht es um 10 Uhr mit einem Vorführung von Frieder Eisenschmidt, dem Betreiber der Falknerei in Schalkholz, die auch schon bei den Segeberger Karl-May-Festspielen mitwirkte. Um 11 Uhr zeigt die Rettungshundestaffel des DRK aus Kellinghusen ihr Können. Ab 11.30 Uhr gibt es Essen. Koch Uwe Müller vom Haus Sonnenschein kommt mit Gullaschsuppe und Spießbraten. Frisch gestärkt geht es ab 12.30 Uhr mit Spielen weiter. Hier sind vor allem Kinder gefordert bei Sackhüpfen, Dosenwerfen oder Tannenzapfenweitwurf. Bei den Spielen stehen Bürgerverein, MTV, Fremdenverkehrsverein und DLRG Pate. Siegerehrung ist gegen 16.30 Uhr. Um 13.30 Uhr soll die Musik starten, Musiker werden noch gesucht. Ab 14 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen, darum kümmern sich die Damen vom Seniorenbeirat. Ab 14 Uhr gibt es zudem Kutschfahrten durch den Wald mit Boje Söhl.

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