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Erster Platz : Vom „schönen“ zum „kernigen“ Dorf

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Hohenaspe belegt ersten Platz bei einem vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geförderten Wettbewerb.

Als „Kerniges Dorf“ kann sich ab sofort die Gemeinde Hohenaspe bezeichnen – dank ihrer Teilnahme an einem Wettbewerb der ASG (Agrarsoziale Gesellschaft) in Göttingen. „Dieser Wettbewerb wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert“, sagt Bürgermeister Hans-Georg Wendrich. Er fügt hinzu, dass mehr als 250 Dörfer mit bis zu 5000 Einwohnern aus dem gesamten Bundesgebiet sich dem Votum der fachkundigen Jury stellten.

Ausgezeichnet wurden Dörfer, die sich in ihrer baulichen Gestaltung an Veränderungen in der Bevölkerung anpassen und nachhaltig mit ihren Gebäuden und Flächen umgehen. Dieses könne ebenso die Stärkung von Innenentwicklung sowie mutiger Abriss oder die Umgestaltung neuer Freiflächen sein. Auch die Frage nach der Daseinsvorsorge sowohl für junge Familien durch entsprechende Infrastruktur als auch der Neubau von barrierefreiem Wohnraum für Senioren seien Merkmale für eine positive Ortsgestaltung. Alternde Wohngebiete zu erkennen und ein entsprechendes Angebot daraus für neue Eigentümer oder Mieter zu gestalten seien zukunftsweisende Zeichen für eine positive Entwicklung des Dorfes, erklärt Wendrich.

Wichtigstes Kriterium aber sei ein erkennbares Ziel in der Gestaltung des Dorfes mit seiner jeweiligen Struktur gewesen. „Für die Bewerbung mussten unter anderem ein Fragenkatalog beantwortet und Unterlagen wie Dorfentwicklungsplan, Auszüge aus Protokollen von Gemeinderatssitzungen, Fotos, Presseberichte und Fördergeldbescheide eingereicht werden“, so Wendrich weiter. Anhand dieser Unterlagen wurden 20 Gemeinden als Favoriten ausgewählt. „Als ich die Antwort erhielt, dass Hohenaspe unter diesen sei, habe ich mich sehr gefreut und den Besuch der Jury, die den Ort besichtigen wollten, gespannt erwartet“, berichtet der Gemeindechef. Zusammen mit seiner Stellvertreterin Linda Schönwald und Amtsleiter Volker Tüxen beantwortete Wendrich Fragen der Jury und präsentierte anschließend bei einem Rundgang das Dorf. „Die Jury hatte sich anhand der Unterlagen sehr gut vorbereitet und zeigte sehr hohes Fachwissen in Dorfgestaltung und Dorfentwicklung“ erinnert sich Wendrich. Er hebt hervor, dass die Jurymitglieder von der Seniorenwohnanlage, der Nachnutzung des ehemaligen Lehrerwohnhauses durch Vereine, betreute Grundschule und DRK mit dem Erhalt der historischen Fassade sehr angetan waren.

Erst vor wenigen Tagen dann kam die Nachricht, dass die Gemeinde Hohenaspe in der Kategorie „Kernig im demografischen Wandel – große Dörfer“ den ersten Platz belegte. „Die Jury war besonders begeistert von der mutigen und progressiven Entscheidung im Dorfumbau. Verbunden ist dieser mit einem Preisgeld von 2000 Euro“, sagt Wendrich. Die Verleihung dieses Preises soll im Rahmen der Internationalen Woche in Berlin durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz stattfinden. Die ausführliche Darstellung von Hohenaspe in einer Broschüre zum Wettbewerb werde bei der Preisverleihung und darüber hinaus verteilt. „Besonders stolz bin ich, weil es nicht wie bei unseren Kreiswettbewerben ‚Schönes Dorf‘ darauf ankam, sich an einem Tag besonders herausgeputzt und mit Gesang und sonstigen Aktionen zu zeigen, sondern das Dorf so zu sehen, wie es sich täglich präsentiert“ erklärt Hans-Georg Wendrich. Das sei doch eine Anerkennung von Arbeit und Investition für das Dorf.

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