Vom Pulver zur fertigen Halsschmerztablette

Im Labor durften die Waldorfschüler die Bruchsicherheit und den Abrieb von Tabletten testen.
Im Labor durften die Waldorfschüler die Bruchsicherheit und den Abrieb von Tabletten testen.

shz.de von
17. Juni 2014, 08:22 Uhr

Unter dem Motto „Vom Pulver zum fertig verpackten Medikament – wie funktioniert das?“ recherchierte die 5. Klasse der Freien Waldorfschule Itzehoe in der G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG im Werk in Hohenlockstedt.

Da unsere Klasse jeden Morgen tüchtig die Zeitung liest, hatten wir den Auftrag von der Zeitungsredaktion Zisch, einen Artikel über die Medikamentenfabrik Pohl-Boskamp zu schreiben.

Wir fuhren mit einem Reisebus nach Hohenlockstedt. Rüdiger Pohlmann hat uns in Empfang genommen und uns sehr viel Wissenswertes erzählt, zum Beispiel, dass die Firma 600 Mitarbeiter hat, 36 Auszubildende und im Durchschnitt 90 Millionen Euro im Jahr umsetzt.

Dann gingen wir zur Herstellung. Erst durften wir das Geschehen nur durch eine Glaswand beobachten. Es waren riesengroße Maschinen, die insgesamt pro Tag eine Million Tabletten und Kapseln herstellen.

Danach gingen wir in den Umkleideraum und zogen Hygieneanzüge an. Wir sahen aus wie Schneemänner, und da ich einer der Kleinsten aus meiner Klasse bin, war der Anzug, der für Erwachsene war, mir viel zu groß. Die eigentlichen Beine fingen bei meinen Füßen an, die Ärmel schleiften, wenn ich sie nicht hoch hob, auf dem Boden. Die Mitarbeiter guckten uns komisch an und einige grinsten.

Zuerst kamen wir in einen gut riechenden Raum. Es wurde uns eine Mischmaschine gezeigt und wie die Tabletten in Dosen gefüllt werden. Uns wurde noch vieles mehr erklärt und gezeigt.

Einige Zeit später zogen wir uns um und gingen ins Labor. Wir sahen, wie sorgfältig und fein die Medikamente geprüft werden. Wir durften selber Tabletten gegen Halsschmerzen probieren. Sie schmeckten nicht sehr lecker, aber ich aß drei und dachte: Na ja, dann kriege ich die nächsten Jahre keine Halsschmerzen. (Hinweis der Schüler-Redaktion: Bei den probierten Tabletten handelt es sich um Geschmacksmuster ohne Arzneimittelwirkstoffe.) So ging ich fröhlich über das Erlebnis mit meinen Klassenkameraden zum Empfangshaus zurück, wo auf uns noch ein Essen wartete.

Bela Kahlke, 5. Klasse der
Freien Waldorfschule Itzehoe

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