Heide : Vom Kreishaus nach Vicenza

Die angehende Verwaltungsfachangestellte Sarah Rohwedder absolviert ein siebenwöchiges Praktikum in Italien.
Die angehende Verwaltungsfachangestellte Sarah Rohwedder absolviert ein siebenwöchiges Praktikum in Italien.

Sarah Rohwedder (21) ist die erste Auszubildende des Kreises Dithmarschen, die ein Auslandspraktikum absolviert.

shz.de von
02. September 2018, 17:04 Uhr

Erstmals absolviert eine Auszubildende des Kreises Dithmarschen ein Auslandspraktikum. Sarah Rohwedder (21) befindet sich im dritten Ausbildungsjahr zur Verwaltungsfachangestellten und beginnt Anfang September ein besonderes Praktikum: Sie lernt den Behörden-Alltag in Italien kennen, wird bis 19. Oktober in der Stadtverwaltung von Vicenza in Norditalien arbeiten.

„Ich habe mich zu diesem Schritt entschieden, weil ich meinen beruflichen und kulturellen Horizont erweitern möchte. Außerdem wollte ich schon immer Italien kennen lernen. Das kann ich am besten, wenn ich dort für eine längere Zeit lebe und arbeite“, sagt Sarah Rohwedder. Ein „Erasmus+“-Stipendium ermöglicht ihr die Reise. Das EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Sport und Jugend „Erasmus+“ vergibt Stipendien an Auszubildende, Studierende sowie Schüler, die ein Praktikum im europäischen Ausland machen wollen. Das Europapraktikum unterstützt junge Menschen dabei, im Ausland Berufserfahrung und Fremdsprachenkenntnisse zu sammeln.

Für das Stipendium musste Sarah Rohwedder ein mehrstufiges Bewerbungsverfahren durchlaufen und zahlreiche Unterlagen wie ein Motivationsschreiben einreichen. Schließlich führte sie noch ein Bewerbungsgespräch über Skype mit einem Mitarbeiter von Eurocultura. Dies ist die Partnerorganisation von „Erasmus+“ in Italien, die die Vorbereitungen und die Leitung des Praktikums in Italien vor Ort übernimmt.

Zur Vorbereitung lernt Sarah Rohwedder die wichtigsten Sätze auf Italienisch. Auch ihre Englisch-Kenntnisse frischt sie auf, denn das Praktikum wird überwiegend in englischer Sprache sein. Sie wird in Vicenza bei einer Gastfamilie leben.

„Natürlich ist es eine Herausforderung, allein in ein fremdes Land zu gehen und dort für eine längere Zeit zu leben. Aber ich freue mich riesig, dass mein Ausbildungsbetrieb mir dies ermöglicht und sowohl Freunde, Familie und Kollegen voll und ganz hinter mir stehen“, sagt Sarah Rohwedder. Petra von Würtzen-Pieper, Ausbildungsleiterin des Kreises Dithmarschen, ist vom Auslandspraktikum begeistert: „Den Arbeitsalltag in einer ausländischen Verwaltung kennen zu lernen, das fördert sowohl berufliche als auch soziale Kompe-tenzen“, betont sie. Schließlich werde interkulturelles Verständnis in einer modernen Kreisverwaltung immer wichtiger.


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