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Schifffahrt : Vollbeschäftigung auf der Peters-Werft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Schiffsbauer an der Stör berichten bei einem Besuch von Gewerkschaftern von einer guten Auftragslage in Wewelsfleth

Einen informativen Vormittag erlebten Mitglieder der IG BCE (Bergbau, Chemie, Energie) auf der Peters-Werft in Wewelsfleth. Gemeinsam mit Juniorchef Sebastian Dethlefs führte der Fertigungsleiter des Schiffbauunternehmens, Lars Biemüller, die Gäste aus Dithmarschen über das Betriebsgelände an der Stör.

In dem mittelständischen Unternehmen werden seit etwa 145 Jahren Schiffe gebaut. „Heute übernehmen wir Reparaturen für zum Beispiel kleinere Schlepper ab 15 Metern und bauen Frachtschiffe sowie Mega-Yachten bis 138 Meter“, berichtete Lars Biemüller. Mit einer Stammmannschaft von 110 Mitarbeitern werden die Schiffsneubauten in allen Einzelteilen in Wewelsfleth gefertigt. Die dazu nötigen Gewerke sind auf der Werft angesiedelt und bieten eine qualifizierte Ausbildung. „Zurzeit haben wir zwölf Auszubildende im kaufmännischen und handwerklichen Bereich beschäftigt“, sagt Sebastian Dethlefs.

„Der Schiffbau hat sich in den letzten zehn Jahre stark gewandelt“, erläutert Lars Biemüller. Die Peters-Werft hat sich auf den Spezialschiffbau und Yachten spezialisiert. Neubauten haben eine Bauzeit von zirka drei Jahren. Momentan wird gerade in Dock 1 die „Mellum“, das Mehrzweck- und Gewässerschutzschiff des Bundes, saniert. Im benachbarten zweiten Trockendock liegt die als Wasserinjektionsgerät eingesetzte „Akke“.

Neben den beiden 135 und 110 Meter langen Trockendocks, die komplett eingehaust werden können, stehen zwei große Slipbahnen für Neubauten und kleinere für Reparaturen zur Verfügung. „Im vergangenen Jahr haben wir eine Yacht komplett umgebaut“, berichtet Lars Biemüller. Das Refitting einer anderen Mega-Yacht bedeutete für den Betrieb ein Auftragsvollumen in Höhe eines Containerschiff-Neubaus. „Die Auftragslage ist gut, für dieses Jahr haben wir Vollbeschäftigung und einige Bewerbungen auf verschiedene Ausschreibungen laufen“, erzählt Biemüller den Gästen.

Die Werft präsentiert sich regelmäßig auf den internationalen Messen „SMM (Schiff, Maschine, Meerestechnik)“ in Hamburg und der „MYS (Monaco Yacht Show)“ in Monaco. „Außerdem besuchen wir die Schiffsmakler“, erklärt der Fertigungsleiter auf die Frage Bettina Andersens, wie die Werft an den Kunden kommt. Die stellvertretende Vorsitzende der BCE-Ortsgruppe Brunsbüttel hatte die Betriebsbesichtigung organisiert. Die Gewerkschafter, allen voran der Brunsbüttler Vorsitzende Harald Frings, ließen sich den Schiffbau erklären und stiegen beherzt auf den Grund des Trockendocks, um sich alles aus der Nähe anzusehen.

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