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Norddeutsche Rundschau

14. Dezember 2017 | 00:20 Uhr

Volksfest: Weniger Besucher als sonst

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Begeisterung der Schausteller hält sich in Grenzen / Auch am letzten Tag fanden sich viele erst kurz vor dem Abschlussfeuerwerk ein

Mit einem farbenfrohen Feuerwerk über dem Nachthimmel der Schleusenstadt fand das Brunsbütteler Volksfest am Montag seinen krönenden Abschluss. Das achte Jahr in Folge verwandelten rund 60 Schausteller die Koogstraße mit elf Fahrgeschäften, zahlreichen Losbuden und Verzehrständen in eine bunte Amüsiermeile für Jung und Alt. Obwohl sich das Wetter von seiner besten Seite gezeigt hatte, zogen die Jahrmarktbeschicker in diesem Jahr eine eher mäßige Bilanz.

„Sowohl die Stadt Brunsbüttel als auch wir Schausteller haben uns alle Mühe gegeben, den Menschen vier tolle Tage zu bereiten. Leider waren die Besucherzahlen nicht so stark, wie wir es hier gewohnt sind“, sagte Lars Claußen. Der stellvertretende Vorsitzende des Schaustellerverbandes Westküste sieht in den zahlreichen Nebenveranstaltungen die Ursache für die mageren Besucherzahlen. „Es ist schwer gegen eine RSH-Party in Büsum, die NDR-Sommertour in Meldorf und ein Fußballfest zu konkurrieren. Das sind nun mal attraktive Großveranstaltungen, die jede Menge Menschen ziehen“, so Claußen.

Auch Marktmeisterin Sigrid Lenz ist sich sicher, dass die gedämpften Besucherzahlen nicht im Zusammenhang mit dem Standort Koogstraße, dem Angebot an Karussells und anderen Beschickern stehen. „Wir haben die zur Verfügung stehenden Flächen der Koogstraße bestmöglich genutzt. Lediglich am Gustav-Meyer-Platz ist noch etwas Platz, der sich noch belegen ließe“, so Lenz.

Selbst am letzten Veranstaltungstag, der traditionell mit dem Feuerwerk der Firma Zahnfeuerwerk aus Bremerhaven seinen Höhepunkt findet, ließen die Besucher lange auf sich warten. Erst kurz vor dem Zünden, des von Holger Lippke (62) und dessen Sohn Christoph Lippke (24) arrangierten Höhenfeuerwerks wurde es zunehmend voller.

„Wir haben in diesem Jahr rund 250 Bomben im Gepäck, darunter auch einige neue Lichteffekte“, erklärten die beiden Pyrotechniker. Rund drei Stunden waren sie damit beschäftigt, die zahlreichen Abschussrohre mit den unterschiedlichen Feuerwerksbomben vom Kaliber 65 bis 125 Millimeter zu befüllen und die Zündschnüre anzubringen. „Auch nach über zehn Jahren in diesem Job ist es bei mir immer noch so, dass ich vor dem Zünden des Feuerwerks ganz aufgeregt bin. Sollte ich dieses Kribbeln mal nicht mehr spüren, dann höre ich auf, denn ganz ungefährlich ist unsere Arbeit ja nicht“, so Holger Lippke. Rund 50 Kilogramm Schwarzpulver wurden an diesem Abend innerhalb von zehn Minuten gezündet und beförderten die Lichteffekte in Höhen von bis zu 130 Metern. Von dem Applaus der begeisterten Zuschauer bekamen die beiden Pyrotechniker hinter dem Rathaus nicht sehr viel mit. „Natürlich sind wir glücklich, wenn wir hören, dass den Menschen unsere Arbeit gefallen hat, aber wir verspüren schon ein Glücksgefühl, wenn alles so geklappt hat, wie wir es uns im Vorwege gedacht haben“, sagten die Feuerwerk-Spezialisten, bevor sie ihre rund dreistündige Heimreise antraten.

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