Volksbank Raiffeisenbank Itzehoe : Volksbank nimmt Kurs auf Fusion

Wollen künftig zusammenarbeiten (v. l.): die Vorstände Manfred Kowalewski, Stephan Schack, Martin Weber und Reiner Schomacker.
Wollen künftig zusammenarbeiten (v. l.): die Vorstände Manfred Kowalewski, Stephan Schack, Martin Weber und Reiner Schomacker.

Die Volksbank Raiffeisenbank Itzehoe und die Norderstedter Bank wollen fusionieren.

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17. März 2018, 07:00 Uhr

Schwungmasse. Das zentrale Stichwort. „Wer genug hat, kann gestalten und wird nicht gestaltet“, sagt Manfred Kowalewski. Gestern haben er und Stephan Schack als Vorstand der Volksbank Raiffeisenbank Itzehoe sowie ihre Kollegen Reiner Schomacker und Martin Weber von der Norderstedter Bank den Zusammenschluss der beiden Genossenschaftsbanken verkündet. Den Vorstand bilden alle vier künftig gemeinsam.

Der Trend gehe zu immer mehr Fusionen, so die Verantwortlichen. Da gelte es, aus einer Position der Stärke heraus voranzugehen. Beide Banken hätten sich sehr gut entwickelt, weil sie sich früh auf das veränderte Marktumfeld eingestellt hätten: Digitalisierung, weniger Kunden in den Filialen, niedrige Zinsen oder Regulierung. „Die Kunden werden immer anspruchsvoller und sind immer besser informiert“, so Kowalewski. Die Volksbank wolle ein zeitgemäßer Ansprechpartner sein und dabei weiter Erträge erwirtschaften.

Es gehe darum, im Großen klein zu bleiben, sagt Schack. Die persönliche Bindung werde erhalten bleiben, ein „Maximum an regionaler Präsenz“ ist auch Schomackers Ziel. Die beiden Banken seien schon länger gut vernetzt, jetzt kämen die komplementären Strukturen zusammen. „Gemeinsam ist es unser Ziel, aus 1 und 1 deutlich mehr als 2 zu machen.“ Im April werden die Vertreter der Genossenschaften genauer informiert, Ende Juni sollen sie entscheiden.

Vollzogen würde die Fusion rückwirkend zum 1. Januar. Rund ein Viertel der „Schwungmasse“ bringt Norderstedt ein, dann sind es 20.000 Mitglieder, 53.000 Kunden, mehr als 240 Mitarbeiter und eine Bilanzsumme von 1,3 Milliarden Euro. Drei Regionalmärkte sind geplant mit Itzehoe, Norderstedt und Hohenwestedt inklusive Hohenlockstedt und Kellinghusen. „Das ist noch hinreichend unscharf, um es noch entwickeln zu können“, sagt Schack.

Kunden würden dabei ebenso beteiligt wie die Mitarbeiter. Die wurden Anfang der Woche informiert und stehen bereits in regem Kontakt. „Wir machen keine Fusion, um Mitarbeiter abzubauen“, betont Schack. Viele neue Angebote und Chancen sollen entstehen, „wir wollen eine große, regional strukturierte Genossenschaftsbank im Norden von Hamburg sein“. Weitere Fusionen nicht ausgeschlossen.

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