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Norddeutsche Rundschau

17. Dezember 2017 | 09:45 Uhr

Vitanas will raus aus altem Gemäuer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Pläne zum Neubau des Psychiatrischen Centrums werden am 11. September im Sozialausschuss vorgestellt

von
erstellt am 05.Sep.2014 | 15:28 Uhr

„Es ist ein altes Gemäuer.“ Heinz Dieter Nies ist direkt, wenn es um das ehemalige Marinelazarett geht. Der Regionalleiter für Integrationszentren von Vitanas blickt auf das klobige Gebäude. „Junge Leute drehen sich am Tor um, wenn sie das sehen.“ Ein Problem, denn die Menschen, die jetzt im Psychiatrischen Centrum in der Engelbrechtschen Wildnis leben, werden älter. Das Durchschnittsalter liegt bei 52 Jahren. Zielgruppe sind jüngere Patienten. „Wir müssen für die Zukunft planen.“

Das Unternehmen will in Glückstadt neu bauen – modern. Auf dem jetzigen Gelände will Vitanas mit der Pflege bleiben. „Wir haben noch einen Mietvertrag für zwölf Jahre.“ Über die Nachnutzung bräuchte sich Vitanas selbst keine Gedanken machen, denn Vermieter ist ein Immobilienfonds in Luxemburg. Über die Berichterstattung in der Zeitung wissen inzwischen auch die Vermieter von den Bauplänen auf dem ehemaligen Kasernengelände in Glückstadt. Wobei für das Projekt dort noch ein Investor gesucht wird.

„Wir wollen hier raus“, sagt Nies in aller Deutlichkeit. Ein Grund ist ein hoher Investitionsstau von mehreren Millionen Euro. Der Hauptgrund ist allerdings das Gebäude, welches 1938 gebaut wurde. „Die Flure sind lang – so baut heute keiner mehr“, nennt er ein Beispiel und zeigt auch auf die Wandfliesen im Eingangsbereich, die einen heroischen Krieger mit Schwert zeigen.

Neu gebaut werden soll in Glückstadt der Eingliederungsbereich. 80 Zimmer sind geplant. Der Pflegebereich wird zunächst an der Grillchaussee bleiben. „Die Kosten sind ja da“, sagt Nies zur Miete, die weiter anfallen wird.

Ob Vitanas auf dem Glückstädter Areal bauen kann, hängt auch von der Politik ab. Denn die Glückstädter müssen für das Kasernengelände einen neuen Bebauungsplan aufstellen. Dieser hängt wiederum mit den Plänen von Investor Jans Lange zusammen, der auf dem Kasernen-Areal ein Einkaufszentrum errichten will.

Die Vitanas-Pläne wird Heinz Dieter Nies beim Sozialausschuss am Donnerstag, 11. September, ab 19 Uhr in den Räumen der Stadtwerke vorstellen. Dort wird Nies auch verkünden, dass der Standortwechsel „zwingend notwendig ist“ und vom Kostenträger „gefordert“ wird. Nüchtern formuliert heißt es: „Anpassung an fachliche Standards“.

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