zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

13. Dezember 2017 | 20:03 Uhr

Vitanas will auf Kasernenareal bauen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 19.Aug.2014 | 16:36 Uhr

Einkaufszentrum, Wohnhäuser und eine Eingliederungseinrichtung für Vitanas: Das sind die Vorhaben, die Jens Lange verwirklichen will. Der Besitzer der ehemaligen Kasernenanlage will die konkreten Pläne für die Vitanas-Einrichtung im nächsten Sozialausschuss am 9. September vorstellen. 80 Männer und Frauen mit psychischen Erkrankungen sollen dort einziehen. Lange und Karl-Heinz Nies, Vitanas Regionalleiter für Integrationszentren, haben die Pläne bereits in der Stadtverwaltung vorgestellt.

Die Vitanas-Gruppe betreibt derzeit das Psychiatrische Centrum in der Engelbrechtschen Wildnis. Dort gibt es 109 vollstationäre Plätze für die Eingliederungshilfe. Das Gebäude, ein ehemaliges Lazarett aus dem Jahr 1938, ist veraltet: „Es ist für die heutigen Anforderungen an eine Wohneinrichtung nicht mehr geeignet“, sagt Nies. Vor allem der Anteil an Zweibettzimmern sei zu hoch. Deshalb sollen nun 80 neue vollstationäre Wohnheimplätze gebaut werden.

„Es findet lediglich eine Verlagerung bereits bestehender Wohnheimplätze statt.“ Der Pflegebereich des Psychiatrischen Centrums bleibe in der Engelbrechtschen Wildnis und könne nach dem Auszug des Eingliederungsbereiches weiter entwickelt werden. Das Areal sieht Nies deshalb als geeignet an, weil es bisher keine andere Möglichkeit gab, ein entsprechendes großes Grundstück in Glückstadt zu kaufen. Das Kasernengelände würde zudem Einkaufsmöglichkeiten bieten, die in der Engelbrechtschen Wildnis nicht vorhanden seien. „Somit ist eine bessere Integration und damit eine echte Teilhabe möglich.“ Bauherr auf dem Kasernengelände wird Vitanas sein. Offen sei bisher noch, wer als Investor den Bau vorfinanziert.

Für den Kasernenbesitzer Jens Lange geht es mit den Plänen von Vitanas in die konkrete Umsetzung. Wie berichtet, plant er seit längerem ein Einkaufszentrum auf dem Areal. Dies scheitert zurzeit an einem Rechtsstreit. „Da nun erheblich mehr Zeit als geplant vergangen ist, möchten wir so schnell wie möglich beginnen, sobald die politischen Beschlüsse ergangen sind.“ Zum geplanten Einkaufszentrum erklärt der 57-jährige Unternehmer: „Der Baumarkt und die Fachmärkte wurden genehmigt. Der Lebensmitteldiscounter samt Getränkemarkt und Tierfuttermarkt wurden leider abgelehnt. Wir versuchen den laufenden Rechtsstreit – und daraus resultierende Schadensersatzansprüche – außergerichtlich beizulegen. Ich habe daher das Gespräch mit der Politik, der Stadt und den Behörden gesucht.“

Zudem will der Unternehmer Grundstücke für Einfamilien- und Reihenhäuser anbieten. „Hierbei denken wir vor allem an junge Familien. Aufgrund der geplanten offenen Bauweise gehen wir auch davon aus, dass sich Familien aus Hamburg und dem Hamburger Umland für die Grundstücke interessieren werden.“

Insgesamt könnten bis zu 80 Arbeitsplätze entstehen. „Wir gehen davon aus, dass die Bevölkerung sowie Politik und Verwaltung hinter unseren Vorhaben stehen.“ Denn in Bezug auf das geplante Einkaufszentrum habe er Zugeständnisse gemacht. „Wir haben angeboten, bereits genehmigte Flächen für Drogerie, Schuhe, Textilien und Heimdekor als Fachmärkte nicht zu bauen. Im Gegenzug will er einen Lebensmittelmarkt mit vollem Sortiment bauen, einen Baumarkt und einen Discounter. „Derzeit hat die Coop-Gruppe ein starkes Interesse auf dem Kasernengelände einen Sky-Markt zu betreiben. Wir verhandeln jedoch auch noch mit zwei weiteren Handelsketten.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen