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Norddeutsche Rundschau

18. Oktober 2017 | 09:40 Uhr

Vision von der Ladenzeile am Kanal

vom

Heinz Zindler (Graue Panther): Brunsbüttel braucht gerade in den touristisch besonders frequentierten Bereichen mehr Attraktivität

shz.de von
erstellt am 06.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Brunsbüttel | Mehr Leben an den Schleusen verspricht sich die Wähler initiative Graue Panther Dithmarschen von der Einrichtung einer Ladenzeile am Gustav-Meyer-Platz. Das geht aus einem Antrag der Grauen hervor, mit dem sich morgen der Brunsbütteler Hauptausschuss in seiner ersten Sitzung nach der Kommunalwahl befassen soll.

Heinz Zindler, seit 26. Mai Ratsherr der Grauen Panther, möchte eine Entwicklung anschieben, die der Attraktivität dieses Areals diene. Ins Visier gefasst hat er das Gebäude des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA) unmittelbar am Schleusenaufgang. Dort könnten nach entsprechendem Umbau drei, vier kleine Läden einziehen, von denen der größte ein Backshop unter dem Vordach mit der Uhr sein sollte. Ein Kiosk mit dem üblichen Zeitungs- und Zeitschriftenangebot fehlt an dieser Stelle ebenfalls, ist Zindler überzeugt. Denkbar sei auch ein Souvenirgeschäft, weil sich rund um den Gustav-Meyer-Platz viele Touristen aufhielten. Und auch ein kleines Geschäft mit Dithmarscher Spezialitäten könnte dort in der Nähe der Sportbootliegeplätze sein Auskommen finden.

Dass dieses Gebäudeensemble, das zum Teil als Fahrradstand genutzt wird, unter Denkmalschutz stehen könnte, bezweifeln die Grauen. Allenfalls, so Zindler, sei der einstige Haupteingang zur Schleusenanlage mal als denkmalschutzwürdig erfasst worden. Doch selbst wenn - ein Umbau in enger Absprache mit der zuständigen Landesbehörde dürfte kein Problem sein, glaubt er.

Natürlich hätten die Grauen ihre Hausaufgaben gemacht, preschen nicht einfach mit einem Vorstoß ins Blaue vor. Gespräche mit potenziellen Betreibern hätten die Vision von der Ladenzeile als realistische Idee bestätigt. "Das könnte ein wenig so sein wie an den Landungsbrücken in Hamburg", sagt Heinz Zindler.

Und er nimmt auch die Ratsfraktionen in die Pflicht: "Alle wollen, dass Brunsbüttel attraktiver wird. Hier könnte man einen Anfang machen."

Vorgefühlt habe er bereits bei der SPD. Aber die dort registrierte Unsicherheit zu dem Vorhaben mag er nicht gelten lassen. "Wenn man etwas für die Stadt bewegen will, muss man sich ernsthaft mit unserer Idee befassen", fordert Heinz Zindler.

Erschwert wird ihm der Vorstoß allerdings dadurch, dass er als Einzel kämpfer keinen Fraktionsstatus hat. Er ist in keinem der vier Ausschüsse vertreten. Zindler darf sich dort zwar zu Wort melden, abstimmen aber nicht. Das ist ihm lediglich in der Ratsversammlung möglich.

Noch eine andere Baustelle hat er in Kanalnähe ausgemacht. Die beiden Kioske an den Fähranlegern Nord und Süd, seit Jahren dem Verfall preisgegeben. Hier gebe es durchaus einen Interessenten, so Zindler gegenüber unserer Zeitung. Der würde sich um den Betrieb der Gebäude, in denen sich WC und jeweils ein Kiosk befinden, kümmern. Wie bei der Ladenzeile auch handele es sich um einen Interessenten aus der Stadt. Zunächst sei das WSA als Eigentümer gefordert, die Schandflecke wieder herzurichten. Denn gerade an den Fähren, über die viele Gäste nach Brunsbüttel kämen, könne sich die Stadt solche brachliegenden Bauten nicht erlauben. "Einem so negativen Eindruck muss doch entgegen gewirkt werden", erklärt Zindler. "Es kann doch nicht sein, dass man dem Moos an der Außenfassade bei seiner Vermehrung zuschaut."

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