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Fernsehen zu Gast in Wilster : Villa Schütt Schauplatz für ZDF-Krimi

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Zwei Tage Dreharbeiten in Wilsteraner Kulturdenkmal. Prominente Besetzung in den Hauptrollen.

shz.de von
erstellt am 06.Dez.2017 | 05:52 Uhr

Gewaltige Scheinwerfer, überdimensionale vor einige Fenster gespannte Leinwände und ein unübersehbarer Fuhrpark auf dem Colosseumsparkplatz: Die Villa Schütt war für zwei Tage einer der Schauplätze für einen neuen ZDF-Krimi. In den Hauptrollen wird man Susanne von Borsody und Uwe Kockisch sehen.

Worum genau es in dem 90-Minuten-Streifen gehen wird, wollte die Neue Deutsche Filmgesellschaft als Produktionsfirma noch nicht verraten. Nur so viel: Susanne von Borsody verkörpert eine sehr reiche Frau, die in der denkmalgeschützten Jugendstilvilla im Zentrum von Wilster wohl eine standesgemäße Unterkunft gefunden hat. Und: Es handele sich bei der Geschichte dazu zwar um einen Krimi, aber einen ohne Mord. Eher eine Familientragödie.

Der Aufwand ist jedenfalls gewaltig. Gleich im Dutzend sind Lkw des Produktionsteams aufgefahren. Immer wieder sieht man mit Funkgeräten ausgestattete Mitarbeiter auf dem Gelände herumlaufen. Auffällig sind die zum Teil zugehängten Fenster. Die sollen allerdings nicht etwa neugierige Blicke verhindern, sondern das Umfeld ausblenden. Im fertigen Film wird man später nämlich auch bei einem Blick aus dem Fenster heraus nicht sehen können, dass man sich in Wilster befindet. Filmtechnisch schwebt die Villa sozusagen im luftleeren Raum. Weitere Drehorte waren übrigens auf der Insel Fehmarn und im Hamburger Umland, zum Beispiel im Sachsenwald. Wie der ZDF-Film später einmal heißen wird, ist ebenso offen wie der Sendetermin. Arbeitstitel ist „So weit das Meer“, zu sehen wird der Streifen im Frühjahr oder im Herbst nächsten Jahres sein.

Die Zuschauer dürfen sich auf jeden Fall auf eine prominente Besetzung freuen. Susanne von Borsody hatte ihren ersten Fernsehauftritt schon im Alter von sieben Jahren in der Reihe „Das Kriminalmuseum“. Seitdem ist sie regelmäßiger Gast in den Wohnstuben, unter anderem in zahlreichen Literaturverfilmungen, aber auch mehrfach in Tatort-Rollen. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel beschrieb sie einmal als „künstlerisches Kraftpaket“. Mehrfach bekam sie für ihre schauspielerischen Leistungen Preise.

Uwe Kockisch ist einem breiten Publikum seit 2003 insbesondere durch seine Rolle als Commissario Brunetti in der Reihe Donna Leon bekannt. Die Regie führt Axel Barth, der unter anderem für die RTL-Serie „Alarm für Cobra 11“ und die „SOKO“-Krimireihe des ZDF am Hebel saß und als Actionspezialist gilt.

Auf dem Set selbst ging es die zwei Tage in Wilster allerdings eher entspannt zu. Das Team schloss mit den letzten Einstellungen die 21 Tage dauernden Dreharbeiten ab. Für das Umkleiden hatte man übrigens noch eigens die Veranda des Colosseums angemietet. Für die Verpflegung sorgte das Team selbst. Zum Fuhrpark gehörte ein silbern glänzender Catering-Anhänger mit der Aufschrift „Hollywood“-Diner. Dort wurde eifrig gebrutzelt und für ununterbrochenen Kaffeenachschub gesorgt.

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