Nach Explosion in Itzehoe : Vier Stunden Musik gegen die Not

Auf Zuschauerfang: Mit dem Umzug holten die Beteiligten wie das Fanfarencorps Nortorf viele Besucher auf den Platz.
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Auf Zuschauerfang: Mit dem Umzug holten die Beteiligten wie das Fanfarencorps Nortorf viele Besucher auf den Platz.

Benefizkonzert mit sieben Gruppen auf dem Berliner Platz in Itzehoe bringt einen Erlös in Höhe von 3400 Euro. Rund 1500 Besucher kamen

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31. März 2014, 05:00 Uhr

Itzehoe | „Ich wünsche mir, dass wir mithelfen können, die Not zu lindern.“ Dafür hatte Gerd Biermacher, Vorsitzender des Shantychores Itzehoer Störschipper, ein Benefizkonzert auf dem Berliner Platz auf die Beine gestellt. Das hat sich gelohnt: 3400 Euro sind für die Betroffenen der Explosion in der Schützenstraße zusammengekommen.

Neben dem Shantychor traten die Bigband des Sophie-Scholl-Gymnasiums, der Gesangsverein Die Steinburger, der Steinburger Musikexpress, der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Wacken, das Fanfarencorps Nortorf und der Itzehoer Jugendspielmannszug auf. Mit einem Umzug vom theater itzehoe über die Viktoriastraße durch die Feldschmiede bis zum Berliner Platz begann die Veranstaltung. „Einmalig schön“ fand Susanne Voigt, Biermachers Lebensgefährtin, den Auftakt.

Mit dem Auftritt der ersten Gruppe starteten der Getränke- und Kuchenverkauf. Biermacher bedankte sich bei der Stadt, allen Gruppen und Sponsoren. Für die Getränke sorgte Horst Hinrichsen mit seinen Mitarbeitern, die alle unentgeltlich arbeiteten. Die Einnahmen wurden ebenso gespendet wie die aus dem Verkauf von Waffeln, Kuchen und Osterbasteleien. Hinrichsen war begeistert: „Die Leute waren so spendabel, das Portemonnaie war offen.“

An den anderen Ständen verkauften die Partnerinnen der Männer aus dem Shantychor. Dorit Ratthei und Monika Rowedder hatten spontan mit einigen anderen Frauen kleine Osterbasteleien für die Kaffeetafel hergestellt. „Wir haben uns überlegt, dass wir etwas zum Verkauf anbieten, um noch mehr Spenden zu bekommen“, sagte Dorit Ratthei.

Am Waffelstand brummte das Geschäft. „Es läuft sehr gut. Wir haben schon viel verkauft“, sagte Susanne Voigt. „Kaffee und Kuchen gehen auch sehr gut.“ Zutaten und Ware waren von Itzehoer Bäckern gespendet worden. Kathrin Rapraeger kaufte eine Waffel und lobte: „Ich finde es klasse, dass es alles hier so kurzfristig geklappt hat.“

Das Blasorchester Itzehoe sammelte auf dem Platz Spenden. „Es ist ordentlich was zusammengekommen“, erzählte der musikalische Leiter Stefan Schildt. „Manche Dosen mussten wir schon mehrfach leeren.“ Seine Frau Ulrike ergänzte: „Die Leute haben wirklich gerne gegeben. Auch ordentlich Scheine.“

Zufällig auf die Veranstaltung gestoßen waren Renate Westphalen und Heidi Spengler. Vom Ostereier-Markt im Theater Itzehoe waren sie mit dem Umzug zum Berliner Platz gekommen. „Es gefällt uns sehr gut“, so Renate Westphalen. „Man trifft hier viele Bekannte, und natürlich verzehren wir ein bisschen was.“ Heidi Spengler ergänzte: „Man darf nicht vergessen, dass es für einen guten Zweck ist.“ Rund 1500 Besucher, so die Veranstalter, kamen während des vierstündigen Benefizkonzerts auf den Berliner Platz.

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