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Inklusion : Vielfalt feiern – ein Fest ohne Barrieren

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Projektwerkstatt Inklusion lädt am 6. September in den Prinzesshofpark ein: Menschen aus allen Bereichen sollen sich begegnen.

Vielfalt feiern – unter diesem Motto lädt die Projektwerkstatt Inklusion am Sonnabend, 6. September, von 11 bis 14 Uhr zu einem Fest für jedermann in den Prinzesshofpark ein. Gemeinsames Essen, Singen und Spielen sowie Kreatives stehen auf dem Programm. „Jeder ist willkommen“, betont Pastor Willfrid Knees.

Unter freiem Himmel sollen ganz unterschiedliche Menschen miteinander feiern – jung und alt, aus allen gesellschaftlichen Bereichen und verschiedenen Kulturen, mit und ohne Behinderung. Bei bei dem Fest gehe es darum, „dass Begegnung und Kommunikation zwischen denen entsteht, die sonst nicht zusammen kommen“, erklärt Knees. „Die Grundidee ist, dass jeder etwas mitbringt und es miteinander geteilt wird.“ Ursprünglich sei dieses Verfahren auf einen indianischen Brauch zurückzuführen, wird heute aber bei Festen aller Art praktiziert.

Das Essen dient als Mittel, „um sich kennen zu lernen und miteinander zu feiern“, sagt Knees. Jeder bringt etwas zu Essen, Geschirr, Besteck und Getränke selbst mit. Im Prinzesshof wird aus allen mitgebrachten Gerichten eine Speisekarte erstellt. Die Gäste bestellen, was sie mögen – und werden von den Mitwirkenden der Projektwerkstatt Inklusion bedient. „Es soll festlich sein, die Menschen sollen sich wirklich als Gäste fühlen“, erklärt Carsten Roeder vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt.

Gleichzeitig sei es „ein Abenteuer, sich auf die Begegnungen einzulassen“, meint Roeder, besonders wenn sie außerhalb des „Normalen“ sind, beispielsweise mit Gehörlosen oder Menschen mit geistiger Behinderung. Solche Situationen zu erfahren und mit ihnen umzugehen, sei wesentlicher Bestandteil des Festes. „Es muss eine Kommunikation entstehen“, sagt Knees – „mit allen Hürden“.

Auch auffällige Kinder und Erwachsene, die sich oft nicht „regelkonform“ verhalten können, seien „trotzdem willkommen“, betont Antje Hachenberg, Sprecherin der Projektgruppe. Für die Eltern sei die selbstverständliche Teilnahme an so einer Veranstaltung bestärkend und helfe, Ängste abzubauen. „Es gibt keine Norm“, meint Knees. Vielmehr müsse eine „Veränderung im Menschenbild“ in den Köpfen der Menschen stattfinden. „Vielfalt fördern statt einengen“ laute die Devise, unter der auch „Vielfalt feiern“ stattfinden soll.

Für die Veranstaltung haben sich bereits Senioreneinrichtungen, Gehörlose, der Dialog in Deutsch, die Familienbildungsstätte und der Elternverein der Lebenshilfe mit größeren Gruppen angemeldet. „Die Anmeldung ist immer noch möglich, aber es kann auch jeder unangemeldet dabei sein“, erklärt Antje Hachenberg. Die Veranstalter sind für etwa 100 Personen gerüstet, freuen sich aber über jeden weiteren Besucher.

Bänke, Tische und ein buntes Zelt werden aufgestellt. Musiker Florian Reimers singt mit den Kindern, bunte Farben und große Papierbahnen laden zum Malen ein. Aus Baumscheiben und Stahlstangen sollen Skulpturen entstehen, die im Park ihren Platz finden. Gemeinsam wird ein „Bunte-Bänder-Baum“ als Symbol aufgestellt. Weitere Ideen, Aktionen und mitgebrachte Spiele sind ausdrücklich erwünscht.

Die Teilnahme ist kostenlos, der Zugang ist barrierefrei, ein behindertengerechtes WC ist bestellt, die Nähe zum ZOB ermöglicht eine unkomplizierte Anreise. Nun muss nur noch das Wetter mitspielen: „Bei ganz katastrophalem Wetter kann das Fest nicht stattfinden“, sagt Knees.

>Anmeldung an inklusion@itzehoe.de.

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