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Norddeutsche Rundschau

17. August 2017 | 15:51 Uhr

Schule : Vielfalt der beruflichen Perspektiven

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Mehr als 40 Arbeitgeber aus der Region informierten gestern Schüler bei der Berufsmesse in der Gemeinschaftsschule Wilster.

Berufliche Perspektiven entdecken – dazu hatten Jugendliche gestern Nachmittag in der Berufsmesse der Gemeinschaftsschule Wilster umfassend Gelegenheit. Mit mehr als 40 Ausstellern aus der Region wurde ein Ausbildungs-Spektrum geschaffen, das in seiner Vielfalt beeindruckte. „Es ist ganz wichtig, dass die Schüler sehen, was sie in der Region machen können“, so Marlis Krumm-Voeltz, Leiterin der Gemeinschaftsschule, die sich über die große Zahl der Arbeitgeber freute.

Ihr besonderer Dank galt Lehrerin Karin Harbeck, die die Messe-Veranstaltung organisierte. Harbeck ist an der Schule Obfrau für Berufsorientierung. Für die Siebtklässler war es gestern die erste Berufsmesse in der Schule, wenn sie Achtklässler sind, in jeder Klassenstufe wird berufliche Zukunft thematisiert. Für die Acht- und Neuntklässler war der Messebesuch gestern verpflichtend, „die Zehntklässler sind unterstützend dabei“, so Harbeck. Mit von den Schülern selbst entworfenen Fragebögen machten sich die Jugendlichen auf, um sich über verschiedene Berufe zu informieren. „Sie müssen sich natürlich nicht nur an den Fragebogen halten, es ist schön, wenn sich intensivere Gespräche entwickeln“, fügte Karin Harbeck hinzu, und gerade letzteres habe sie auch häufig verfolgen können. Die Fragezettel wurden von den Schülern ausgefüllt und an den Ständen gegengezeichnet – im Anschluss dienen sie als Feedback. Schließlich sei es auch interessant, inwieweit die Schüler ihren beruflichen Horizont erweitern konnten. Denn immer noch seien es klassische Berufe, die zunächst einmal in den Köpfen von Mädchen und Jungen sind. Durch anschauliche Information lernten sie nun Vielfalt kennen.

„Es ist schon wichtig, dass man hier dabei ist“, sagte Hauptamtsleiter Ralf Glückstadt von der Amtsverwaltung Wilstermarsch. Erste Kontakte würden geknüpft, nach Praktika werde gefragt – und der eine oder andere erkundige sich auch nach Ausbildungsmöglichkeiten. Und häufig sei die Überraschung groß, wie viele Arbeitsfelder Verwaltung bietet. „Da wird oft gefragt: Das macht ihr alles?“ Jedes Jahr stellt die Amtsverwaltung zwei Auszubildende ein. So wie Judith Timm und Nina Evers, die den Schülern gerne Antworten gaben – „meistens auf Standardfragen, welcher Schulabschluss benötigt wird und welche Stärken gefordert sind“, erzählte Judith Timm. Beide sind übrigens ehemalige Gemeinschaftsschülerinnen und wurden durch die Messe in der Schule auf den Verwaltungsberuf aufmerksam.

Verstärkt Mädchen für ihren Beruf interessieren wollte Papiertechnologin Nadine Nicklaus. Ihr Beruf ist nach wie vor eine Männerdomäne. Gemeinsam mit ihren Kollegen Rieke Meier (Wirtschaftsingenieurin), Michelle Willgalis (Industriekauffrau) und Kamil Makharlanbekov (Papiertechnologe) informierte sie über Berufszweige bei Steinbeis Papier in Glückstadt.

Ein reiner Mädchenberuf dagegen ist Zahnmedizinische Fachangestellte. Erstmals nahm das Praxisteam von Zahnarzt Dario Andric aus Wilster an der Messe teil – mit Begeisterung. „Das Interesse ist da, die meisten fragen nach Ausbildungsplätzen“, so Andric. Großes Interesse an ihren Berufen stellten auch Lena Franzen, Auszubildende als Bäckereifachverkäuferin, und Patrick Kuhlmann, in der Ausbildung zum Systemgastronom, von Bäckerei Balzer fest. Die Bäckerei ist Kooperationspartner der Gemeinschaftsschule Wilster, ebenso wie das Lägerdorfer Unternehmen Holcim, das auch einen Stand hatte. „Die Schüler sind gut vorbereitet“, lobte Patrick Kuhlmann. Und dann gibt es da auch die „coolen Berufe“ wie den Rettungsassistent. Darüber gaben die Rettungsassistenten Roger Wiggers und Julian Stöver von der Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein Jugendlichen gern Auskunft. Der Beruf sei spannend, übe eine gewisse Faszination auf junge Leute aus, so Julian Stöver. Aber auch die realen Anforderungen des Berufes machten die Rettungsassistenten den Jugendlichen deutlich.

Und gerade das Wissen um den beruflichen Alltag machte die Gespräche an den Ständen der über 40 Arbeitgeber aus der Region für die Schüler so wichtig wie nützlich.

 

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erstellt am 01.Mär.2015 | 08:27 Uhr

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