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Große Resonanz bei Ausbildungsmesse : Vielfältige Angebote für junge Talente

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

72 Aussteller präsentieren Ausbildungsmöglichkeiten für Jugendliche

shz.de von
erstellt am 20.Sep.2014 | 13:57 Uhr

Handwerk oder kaufmännische Ausbildung? Oder vielleicht doch ein Studium? Die erste Berufsentscheidung nach der Schule stellt wichtige Weichen im Leben junger Menschen. Orientierungshilfe bei der Berufswahl lieferte gestern die dritte Ausbildungsmesse AzubIZ im Regionalen Berufsbildungszentrum (rbz).

72 Aussteller präsentierten ihre Ausbildungsangebote – vom lokalen Handwerksbetrieb bis zur Bundeswehr, vom Maurer bis zur Medienkauffrau. Die Messe, die vom rbz gemeinsam mit unserer Zeitung, der Arbeitsagentur und dem Jobcenter veranstaltet wird, war gut besucht: „Wir hatten in den vergangenen Jahren immer ungefähr 1500 Schüler aus dem gesamten Kreis Steinburg hier. In diesem Jahr waren es deutlich mehr – ein neuer Rekord“, berichtet Mitorganisator Rainer Kattge, Lehrer am rbz.

An vielen Ständen repräsentierten Auszubildende ihre Unternehmen und stellten den Jugendlichen ihre Berufe selbst vor. „Wir wurden viel gefragt, wie unsere Ausbildung abläuft und was auf einen zukommt“, sagt Marcel van der Meirschen, Maurerlehrling bei der Baufirma Diek in Kollmar. Nebenan, am Stand der Rettungsdienst-Kooperation berichteten ebenfalls aktive Mitarbeiter aus ihrem Berufsalltag. „Uns ist es wichtig, uns hier zu präsentieren und Werbung für unsere neue Ausbildung zum Notfallsanitäter zu machen. Da hat sich gegenüber dem früheren Rettungsassistenten viel verändert“, sagt Jan Meuter. Auf sich aufmerksam machen wollte auch die Innung der Landbautechniker. „Unsere Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker bietet den Einstieg in ein vielseitiges Berufsfeld mit Zukunft. Vielen ist eventuell gar nicht klar, was da alles dazu gehört“, so Horst Kühn, Obermeister der Innung.

Für Svea Thoma (15) aus Itzehoe hat sich der Besuch auf der AzubIZ gelohnt: „Ich interessiere mich für eine Ausbildung im Banken- oder Versicherungsbereich und habe dafür hier viele Informationen bekommen. Es war sehr interessant.“

Einige Jugendliche nutzten die Gelegenheit für ein persönliches Gespräch auch gleich, um ein Praktikum zu bekommen. Am Stand der Drogeriekette dm lagen dafür extra Vordrucke bereit, die nach kurzer Zeit alle verteilt waren, wie die stellvertretende Itzehoer Filialleiterin und Ausbildungsbeauftragte Susann Awe erzählt. Auch beim Baustoffkonzern Holcim aus Lägerdorf war die Vermittlung von Praktika ein wichtiger Aspekt des Messeauftrittes. Ausbildungsleiter Nils Neumann: „Ein Praktikum ist immer ein guter Einstieg in eine Berufsausbildung. Man lernt sich kennen und beide Seiten bekommen einen echten Eindruck.“ Auch bei Holcim wurden gestern Bewerbungen abgegeben. „Es ist unser Ziel, dass die Jugendlichen schon gut vorbereitet zur Messe kommen und gezielt Stände aufsuchen. Mein Eindruck ist, dass uns das von Jahr zu Jahr besser gelingt“, sagt rbz-Lehrerin Christel Butenschön.

Während sich die meisten Aussteller, die Ausbildungsberufe vorstellten, zufrieden mit dem Verlauf der AzubIZ zeigten, waren die Vertreter einiger Unternehmen, die gezielt Abiturienten ansprechen wollten, etwas enttäuscht. Sie fanden für ihre Angebote nur wenig Publikum. Rieke Meier, angehende Wirtschaftsingenieurin beim Glückstädter Papierhersteller Steinbeis: „Bei uns am Stand lag der Fokus heute eindeutig auf den Ausbildungsberufen. Für unser duales Studium an der Nordakademie gab es deutlich weniger Interesse.“ Ein Problem, das auch die Organisatoren erkannt haben. Petra Remus, Verlagshausleiterin der Norddeutschen Rundschau: „Es ist extrem schade, dass nur wenige Abiturienten da waren. Die AzubIZ bietet ein breites Angebot für Gymnasiasten und wir haben die Schulen vorab intensiv informiert. Leider waren wir da nicht so erfolgreich. Das werden wir in Zukunft noch besser machen.“

Die Chance dazu gibt es im kommenden Jahr bei der vierten Auflage der Ausbildungsmesse. „Es wird 2015 auf jeden Fall wieder einen Tag der beruflichen Bildung geben“, kündigte Rainer Kattge bereits an. Nur der genaue Termin stehe noch nicht ganz fest.

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