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Ratten : Viele Ratten: Bürger sollen Köder legen

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Glückstädter Stadtverwaltung hat Angst vor einer Ratten-Plage

„Mir ist gerade eine Ratte über den Fuß gelaufen – wie eklig…!“ Mit diesen Worten wandte sich im vergangenen Jahr eine junge Glückstädterin an das Ordnungsamt. Dort wurde gelassen reagiert. „Wir waren sicher, die Sache mit Einzelanordnungen in den Griff zu bekommen. Schließlich ist eine einzelne Ratte noch keine Plage“, sagt die zuständige Sachbearbeiterin Tanja Schmidt. Auch heute spricht sie noch nicht von einer Rattenplage, macht aber keinen Hehl daraus, dass derzeit fast täglich im Rathaus Telefonanrufe von Glückstädter eingehen, die eine unliebsame Begegnung mit einer Ratte hatten. Auffallend dabei: Die ungeliebten Nager wurden nicht nur in Nähe eines Gewässers, sondern auch in Nähe von Häusern gesichtet. Und das einmal quer durch die gesamte Stadt.

Tanja Schmidt ist losgegangen und hat zahllose Rattenlöcher gefunden. Deshalb wird für das gesamte Stadtgebiet von Montag, 16. März, an eine einwöchige Rattenbekämpfungswoche angeordnet. Rechtsgrundlage dafür ist die Verordnung des Kreises zur Feststellung und Bekämpfung einen hygienisch bedenklichen Rattenbefalls im Kreis Steinburg.

Dazu Bürgermeister Gerhard Blasberg: „Ich muss erwarten können, dass jeder Grundstückseigentümer jetzt sensibilisiert ist und im eigenen Interesse wegen eines Rattenbefalls bei sich nicht nur nach dem Rechten sieht, sondern auch Köder auslegt.“ Dieser Köder sei in Baumärkten erhältlich und dürfe – weil es sich hierbei um „Rodentizide mit Antikoagulanzien“ und um ein Bekämpfungsmittel der ersten Generation handelt – auch von „nicht sachkundigen berufsmäßigen Verwendern in Innenräumen und unmittelbar um Gebäude herum eingesetzt werden“.

Noch wirkungsvoller seien Mittel der zweiten Generation. „Diese Mittel gibt es aber nicht in Märkten zu kaufen und sie dürfen auch nur von ausgebildeten Schädlingsbekämpfern mit entsprechenden Sachkundenachweis ausgelegt werden“, lautet der Hinweis von Tanja Schmidt.

Wer hierzu Näheres erfahren möchte, kann die Sachbearbeiterin im Glückstädter Ordnungsamt auch gerne unter der Telefonnummer 04124/930-412 anrufen.

Über eines sind sich Gerhard Blasberg und seine Mitarbeiterin übereinstimmend einig: Die gefährliche Krankheiten übertragenden Nager gehören wirkungsvoll bekämpft. Deshalb wird das Ordnungsamt die für ganz Glückstadt angeordnete Bekämpfungsmaßnahme zumindest stichprobenartig überwachen. Grundstückseigentümer, die dann noch keinen Köder ausgelegt haben, riskieren ein Bußgeld oder eine ordnungsbehördliche Rattenbekämpfung auf Kosten des Pflichtigen.

Weil die Rattenbekämpfung auch auf öffentlichen Flächen oder im Kanalnetz gilt, werden dort gleichermaßen die Bekämpfungsmaßnahmen ab kommenden Montag verstärkt. Diese können übrigens präventiv von Jedem unterstützt werden: „Ratten sind jetzt auf Futtersuche und da ist jeder über das Klo entsorgter Essensrest für die Tiere ein gefundenes Fressen“, erklärt Tanja Schmidt.

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erstellt am 12.Mär.2015 | 17:00 Uhr

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