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Norddeutsche Rundschau

18. November 2017 | 18:46 Uhr

Rathaus-Treppe : Viele Probleme mit der Statik

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Immer noch ist unklar, auf welchem Fundament das Rathaus steht. Ein Teilstück eines Steinuntergrundes wurde gefunden.

von
erstellt am 29.Apr.2014 | 05:00 Uhr

Der Abriss der Rathaustreppe gestaltet sich nach wie vor schwierig. „Wir haben keine Freigabe vom Prüfstatiker“, sagt Esther Patyk vom Bauamt. „Wir fühlen uns ausgebremst.“ Die Arbeiten hätten schon weiter vorangeschritten sein sollen.

Das Problem: Es ist noch immer unklar, worauf das Gebäude am Marktplatz gegründet ist. „Wir haben auf sechs Metern Länge gebohrt“, erklärt die Fachfrau, „aber wir können nicht beweisen, dass das Rathaus auf einer Holzpfahlgründung steht.“

Viele historische Gebäude in der Marsch seien auf solchen Holzpfählen gegründet. Deshalb wurde an einer Stelle eine Schürfgrube eingerichtet. „Wir haben uns langsam an der Fassade heruntergetastet und sind auf ein gemauertes Fundament gestoßen.“ Aber auch das reicht nicht aus, „um den Prüfstatiker zu überzeugen. Wir können damit noch nicht beweisen, dass das Rathaus ein Fundament auf der gesamten Länge hat.“

Erschwerend komme hinzu, dass der Prüfstatiker heutige DIN-Normen anwenden würde. „Nur ist das Gebäude deutlich älter als die DIN-Norm.“ Deshalb werden jetzt Messungen durchgeführt.

Zuständig für die Baustelle sind der Architekt Jürgen Padberg und der Ingenieur Rolf Walzel von der Hamburger Firma pmp. Walzel geht davon aus, dass es ein Fundament aus Ziegelsteinen und Mörtel gibt. Vermutlich sei dies in der Erde pyramidenförmig angelegt. „Von 50 Zentimeter auf 1,20 Meter in der Tiefe, um den Druck auf die Fläche zu verteilen.“ Bei der Treppe sei es so, dass diese auf einer Platte stand.

Das Rathaus wurde 1872 bis 1874 neu gebaut. Entworfen haben es damals die Architekten Eduard Hallier und Hinrich Fitschen aus Hamburg. Das erste Rathaus entstand 1620 an der selben Stelle. Zudem gab es im Ursprung eine sehr viel schmalere Rathaustreppe.

Es gibt aber auch eine positive Nachricht: „Mit der Fassadensanierung des Rathauses sind wir im Zeitplan“, sagt Ester Patyk.

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