zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

22. August 2017 | 03:55 Uhr

Viele Camper auf der Durchreise

vom

Wohnmobil-Stellplätze an den Malzmüllerwiesen werden immer besser angenommen

itzehoe | In der Nachmittagssonne liegt er noch ruhig und menschenleer da. Abends aber kehrt Leben ein auf dem Camperplatz auf den Malzmüllerwiesen: Einige Wohnmobile werden für die Nacht auf den sechs gebührenfreien Plätzen abgestellt.

"Der Platz wird schon ganz gut genutzt", sagt Marktmeister Klaus Struve. "Und es wird immer mehr." Überwiegend seien die Gäste auf der Durchreise. In anderen Städten seien die Wohnmobil-Stellflächen häufig voll, aber diese seien dann eben auch das Ziel der Touristen. Wer länger in Itzehoe bleiben wolle, rufe durchaus vorher an. Andrea Giese aus dem Stadtmanagement berichtet ebenfalls von großer Nachfrage, vor allem von Durchreisenden.

Also solchen Gästen wie Siegfried (72) und Doris Schäfer (69) aus Bottrop im Ruhrgebiet. "Wir waren gerade zum vierten Mal in Kolberg in Polen. Es ist einfach schön an der Ostsee", so Doris Schäfer. Nun wollen sie weiter in die Lüneburger Heide, doch für den Moment genießt sie im Gartenstuhl die Pause auf den Malzmüllerwiesen: "Hier ist es ja eher ruhig." Die Malzmüllerwiesen haben sie auch angefahren, weil ihnen die Beschreibung in einem Katalog gefiel, der die Stellplätze in ganz Europa auflistet. Hinter einer Hecke hat ein anderer Caravan-Bewohner den Grill angeworfen. Ein ausgewiesener Stellplatz ist dort nicht, aber "da sagt auch keiner was", so Klaus Struve.

Die Versorgung der Camper ist verbessert worden. Zusätzlich zu der Station nahe der Einfahrt zu den Malzmüllerwiesen haben die Stadtwerke inzwischen auch an den Stellplätzen eine Station für Frischwasser, Strom zum Aufladen und für Entsorgung aufgebaut. Diesen Service loben die Schäfers aus dem Ruhrgebiet, die, seit 23 Jahren in Europa als Camper unterwegs, schon viel gesehen haben. "Wir fahren mehr der Nase nach, das hat bisher immer geklappt", sagt Siegfried Schäfer. "Da trifft man jedes Jahr auch viele andere wieder, die man schon kennt."

Ihre Nachbarn in dieser Nacht kommen in zwei Caravans aus Norwegen, kannten sich aber vorher noch nicht: Snorre Navjord (68) und Solveig Hedlund (57) aus Narvik im nördlichen Teil sowie Ingvar Halvorsen (62) mit seiner Frau Marete (49) in Sandefjord in Südnorwegen. Der Platz in Itzehoe sei gut geeignet für Durchreisende, stellen sie fest. Und: "Es ist eine kleine, schöne Stadt", sagt Ingvar Halvorsen. Beide bleiben aber nur eine Nacht in Itzehoe. "Wegen des Verkehrs müssen wir früh starten", sagt Ingvar Halvorsen und steigt in den Caravan. "Wir müssen ja morgen früh raus." Doch versorgen mussten sie sich vorher doch - und deshalb, weiß Marktmeister Struve, bringen auch solche Kurzbesucher Geld in die Stadt.

zur Startseite

von
erstellt am 06.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen