Viel Unterstützung für die Schule Lübscher Kamp

Einladung: Leon-Pascal Stendorf und Kim-Katharina Frank mit  Ingrid Ludwig (hinten links) und  Nicole Mayer-Mieck .
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Einladung: Leon-Pascal Stendorf und Kim-Katharina Frank mit Ingrid Ludwig (hinten links) und Nicole Mayer-Mieck .

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25. November 2013, 00:31 Uhr

Das neue Jahr rückt näher – und damit das Jahr, in dem sich die Zukunft der Gemeinschaftsschule Lübscher Kamp entscheidet. Wird es genügend Anmeldungen geben? Die Schüler selbst können es sich kaum anders vorstellen: „Hier geht es familiär zu, jeder kennt jeden“, unterstreicht der 15-jährige Leon-Pascal Stendorf einen der Vorzüge. Das ganz eigene Lernkonzept mache die Schule aus, findet Kim-
Katharina Frank (14), die nach einem zweiwöchigen Frankreich-Austausch den Vergleich zum dortigen Schulalltag ziehen kann.

„Seit Anfang des Schuljahres haben wir breite Unterstützung erfahren“, sagt die kommissarische Schulleiterin Ingrid Ludwig. Die Aufregung vor den Sommerferien habe man „ganz gut aufgefangen“. Mit dem gemeinsam initiierten „Lichterzauber“ am kommenden Freitag (siehe Info-Kasten) wolle man die Schule präsentieren und allen Interessierten die Möglichkeit geben, sich ein eigenes Bild zu machen. Man müsse mit Vorurteilen aufräumen, unterstreicht auch Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen.

Derweil beschäftigte die Gemeinschaftsschule erneut den Schul- und Kulturausschuss. Genauer: ihre Außenstelle in der Lägerdorfer Liliencronschule. Auf Vorschlag der Verwaltung sollte der Vertrag der Gemeinde mit der Stadt über die Außenstelle zum kommenden Schuljahr gekündigt werden. Mindestens 60 000 Euro könnten gespart werden, denn die Räume würden nicht benötigt, nur noch zwei Klassen würden in Lägerdorf unterrichtet. Für alle Klassen gebe es im neuen Schuljahr genügend Platz in Wellenkamp, allerdings mit der Folge, dass lediglich ein Raum für differenzierten Unterricht zur Verfügung stünde; noch sind es drei. Das reiche nicht – andererseits solle das wenige zur Verfügung stehende Geld lieber in pädagogische Ausstattung investiert werden als in teuer bezahlten Schulraum, so Andreas Arndt, Leiter des Amtes für Bildung.

Lägerdorfs Bürgermeister Heiner Sülau appellierte, wenigstens noch ein Jahr zu warten. So könne die letzte Klasse in Lägerdorf ihren Abschluss machen, ansonsten befürchte er „riesige Probleme und große Unruhe“. Ingrid Ludwig war ganz seiner Meinung: „Man raubt ihnen die Möglichkeit, einen guten Abschluss zu machen.“

Noch sei Zeit, sagte Arndt mit Blick auf den letztmöglichen Kündigungstermin am 1. Mai 2014. Gern entschied sich der Schulausschuss dafür, weitere Gespräche abzuwarten.

Es müsse langfristig geplant werden, meinte auch Ingrid Ludwig. Die kommissarische Schulleitung blickt optimistisch in die Zukunft: „Wir sind davon überzeugt, dass wir für das kommende Schuljahr mindestens zwei fünfte Klassen zusammenbekommen.“

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