Enduro-Rennen in Lägerdorf : Viel Staub, viel Schweiß, viel Spaß

Nur Fliegen ist schöner: Bei den zahlreichen Hindernissen im Wald an der Lägerdorfer Kreidegrube hoben die Fahrer gekonnt ab.
Nur Fliegen ist schöner: Bei den zahlreichen Hindernissen im Wald an der Lägerdorfer Kreidegrube hoben die Fahrer gekonnt ab.

Offroadscramble in Lägerdorf mit 250 Startern von 12 bis 65 Jahre – Lokalmatadore schneiden gut ab.

shz.de von
10. September 2018, 10:10 Uhr

Viel Staub wurde aufgewirbelt, und der Schweiß floss in Strömen: Der jährlich in der Kreidegrube Lägerdorf ausgerichtete „Offroadscramble“ war einmal mehr nichts für schwache Nerven. Zu dem von Wilhelm Peters und seiner Mannschaft „Nördliche Wälder“ veranstalteten Endurorennen kamen mehr als 250 Fahrer von 12 bis 65 Jahren mit ihren Geländemaschinen und viele Besucher.

Mit 500 Zuschauern waren es zwar ein paar weniger als im vergangenen Jahr, aber die bekamen wieder packende Rennen zu sehen. Über drei Kilometer im Wald mit 35 Hindernissen und über das Feld eines benachbarten Bauern von zwei Kilometern gab es beherzte Rennen. Die Fahrer mussten in zwei Stunden so viele Runden wie möglich schaffen.

Gastfahrer Sascha Teixeira Da Cunha (30) aus Bönningstedt (Kreis Pinneberg), für den MC Parchim am Start, brachte es auf den Punkt: „Die Bodenverhältnisse waren schwer, man musste beim Überholen viel Staub schlucken, und die Hindernisse haben an den Kräften gezehrt.“ Er habe zum Schluss Krämpfe gehabt, aber die Zähne zusammen gebissen und war schließlich glücklich über seinen 3. Platz.

Veranstalter Peters (55) konnte es in der Seniorenklasse entspannt angehen lassen, wurde schließlich 6. von 29 Fahrern. Zum ersten Mal ist auch Mitorganisator Norbert Voß mitgefahren, wurde 40. von 65 Teilnehmern und musste dafür eine standesgemäße Bierdusche über sich ergehen lassen.

Seine Tochter Kimberly Voß (25), die seit 2006 mitfährt und seit 2010 in Lägerdorf dabei ist, hat in diesem Jahr die Damenklasse verlassen und fuhr bei den männlichen Junioren mit. Da ging es gleich zur Sache, stellte sie fest. Am Ende wurde sie 10.

Insgesamt erzielten die eigenen Fahrer zufriedenstellende Ergebnisse, bilanzierte Wilhelm Peters froh. Holger Feldhahn (43), der vor dem Rennen im Gesamtklassement auf dem 4. Platz lag, fuhr in der Klasse 6 (Senioren ab 40 Jahren) bei starker Konkurrenz auf den 10., Karsten Jessen in derselben Klasse auf den 4. Platz.

Der seit zwei Jahren neue Veranstalter der Gesamtserie, Christian Kröger, war zufrieden. „Die Strecke, die hier aufgebaut wurde, ist super, genau richtig für das Level – nicht zu einfach, nicht zu schwer und abwechslungsreich. Alle sind mit Freude jedes Jahr wieder dabei.“

Außer Konkurrenz nutzte Profi Sven Kiedrowski das Rennen als Trainingsstrecke; er hat bereits an der Europa- und der Deutschen Meisterschaft teilgenommen.

Auch die etwa 20 Fahrer aus dem Kreis Steinburg, die in fast allen Klassen vertreten waren, erzielten gute Ergebnisse. „Schließlich stand für alle der Spaß im Vordergrund, wie beim olympischen Motto“, so Wilhelm Peters.

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