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Ortsrallye : Viel Neues über die Gemeinde erfahren

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Schüler der Klasse 5b des Itzehoer Sophie-Scholl-Gymnasiums waren nach Hohenlockstedt gekommen,, um eine Rallye zu erproben. Diese hatten Neuntklässler der Wilhelm-Käber-Schule (WKS) erarbeitet. Alle Teilnehmer hatten viel Spaß.

Sie haben Gouda, Camembert und Biikesäis am Geschmack erkannt, Fleischsorten anhand ihrer Optik bestimmt, im Wasserturm die Treppenstufen gezählt – und dabei eine ganze Menge über Hohenlockstedt gelernt. Die Schüler der Klasse 5b des Itzehoer Sophie-Scholl-Gymnasiums (SSG) waren gemeinsam mit Klassenlehrerin Andrea Tobias und Referendarin und Fachlehrerin Claudia Bock in den Ort gekommen, um eine Rallye zu erproben, die von Neuntklässlern der Wilhelm-Käber-Schule (WKS) erarbeitet wurde.

In fünf Gruppen mit je zwei ortskundigen Paten machten sich die Mädchen und Jungen auf den Weg, um an mehreren Stationen Fragen zu beantworten und Aufgaben zu erfüllen. Auf ihrer etwa dreistündigen Route machten sie Halt bei Bäckerei Soth, Meierhof Möllgaard, Schlachterei Schröder sowie im Museum am Wasserturm. Auch die plattdeutsche Sprache kam dabei nicht zu kurz: Ein Gedicht musste vom Platt ins Hochdeutsche übersetzt werden, „Der lütte Knust“ wurde bei Bäckerei Soth verköstigt, und auch die Geschäftsleute sprachen teilweise Niederdeutsch. Die Rallye endete auf dem Kartoffelhof Senne in Ridders, wo die Kinder sich in den olympischen Disziplinen Gewicht schätzen, Kartoffelllauf und Sackhüpfen übten und zum Abschluss die goldene Kartoffel auf dem Feld suchten – und schließlich auch fanden. Die Gewinner wurden mit selbst gebastelten Medaillen, Urkunden und kleinen Präsenten belohnt.

Vorbereitet und betreut wurde die Hohenlockstedt-Rallye von der Klasse 9a der WKS. Im projektorientierten Unterricht stellten sich die Schüler zunächst die Leitfrage „Wie muss eine Rallye aussehen?“. Davon ausgehend erarbeiteten sie Stationen und Fragebögen, erstellten Routen- und Zeitpläne, bastelten Medaillen und Urkunden, backten Kuchen und vieles mehr. Die teilnehmenden, traditionsreichen Hohenlockstedter Betriebe und Einrichtungen wurden vorab von Referendarin Mareike Fock kontaktiert – die konkreten Gespräche führten die Schüler selbst. „Mitten im Regenschauer haben einige von uns den gesamten Weg vorher zu Fuß abgelaufen“, berichtete Klassensprecher Rune. Das freie Arbeiten habe ihnen allen trotzdem „sehr viel Spaß gemacht“. Annalena und Ann-Katrin stimmten zu: „Es hat alles gut geklappt“.

Schulleiter Heiko Gauert freute sich über das schulübergreifende Projekt mit plattdeutschen Elementen, sowie über die Bereitschaft und den „riesigen Materialeinsatz“ der Hohenlockstedter Geschäftsleute und lobte das Engagement seiner Lehramtsanwärterin. Diese gab das Lob direkt an ihre Schüler weiter: „Die Klasse hat toll gearbeitet und viele Ideen selbstständig in die Tat umgesetzt“, so Fock. Auch die Kollegen vom SSG waren begeistert: „Ein richtig schönes Projekt im Sinne unserer Kooperation, das aus der Zusammenarbeit zweier Referendare gewachsen ist“, urteilte SSG-Schulleiterin Angelika Hartmann.

Zukünftig soll die Ortsrallye zum einen für die neuen Fünftklässler der WKS genutzt werden, aber auch für andere Schulklassen und Gruppen über das Museum zugänglich sein. Denn – wie die elfjährige Stella jetzt weiß – hat das Örtchen weit mehr zu bieten als nur einen leckeren Eisladen.

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erstellt am 08.Okt.2013 | 05:00 Uhr

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