Videokameras und Endoskope:Neue Firma siedelt sich im Marineviertel an

Im Gespräch über die neue Firma: Torsten Teller, Klaus-Gerd Schäpe, Sönke Krey und René Ruckriegl.  Foto: Kolz
Im Gespräch über die neue Firma: Torsten Teller, Klaus-Gerd Schäpe, Sönke Krey und René Ruckriegl. Foto: Kolz

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19. Januar 2011, 11:31 Uhr

Glückstadt | Die Entwicklungsgesellschaft am Hafen Glückstadt mgH ist einen Schritt weiter in ihren Plänen, das ehemalige Marineviertel neu zu strukturieren. Projektleiter Klaus-Gerd Schäpe und Geschäftsführer Sönke Krey, teilten mit, dass die Firma Vizaar aus Albstadt in Baden-Württemberg Büro- und Lagerräume längerfristig angemietet hat. Die Firma stellt Videokameras und Endoskope für Industrieanlage her und hat bereits zahlreiche Kunden im norddeutschen Raum.

"Bisher wurden unsere Geschäftspartner von uns aus der Rhein-Main-Region betreut", erläuterte Vizaar-Vorstandsmitglied Torsten Teller. Dies solle jetzt die Zweigstelle in Glückstadt übernehmen. Die zentrale Lage mit guter Anbindung auch nach Niedersachsen gab den Ausschlag. Teller kennt die Region bereits und ist auch von Glückstadt angetan. Wenn die Entwicklungsgesellschaft ihre Pläne verwirklicht und das auf dem Kasernengelände befindliche Torhaus in ein Hotel mit Tagungsräumen ausbaut, sieht Teller eine Chance, seinen Kunden in angenehmer Atmosphäre seine Geräte zu präsentieren.

Vizaar wurde 1997 als "Ein-Mann-Betrieb" von Kersten Zaar gegründet und ist mittlerweile weltweit mit über 50 Mitarbeitern tätig. Die hochtechnisierten Endoskope werden zur visuellen Inspektion zum Beispiel von Schweißnähten eingesetzt. In der Thermografie können mit speziellen Wärmebildkameras in kürzester Zeit Defekte in Schaltschränken gefunden werden. "Wir haben auch schon bei wertvollen Zuchtrindern vererbbare Knochenerkrankungen nachgewiesen", berichtete Torsten Teller. Er vertreibt auch Hochgeschwindigkeitskameras, die unter anderem bei schnellen Produktionsabläufen Schwachstellen aufweisen.

Im neu eingerichteten Büro in Glückstadt wird René Ruckriegl die Kunden betreuen. Der Industriemechaniker aus Krempe hat ein Jahr lang in Hessen die Firmenabläufe und Geräte kennen gelernt, um seine Kunden kompetent zu beraten und den gesamten norddeutschen Raum zu koordinieren. "Wir halten zirka 200 unterschiedliche Geräte in unserem Mietpark vor und sind mit fünfzehn Fachkräften im Außendienst tätig, die diese Kameras bedienen können", erzählt Ruckriegl. Viele Geräte werden für Gutachten benötigt, so dass sich die Anschaffung für den Kunden unter Umständen nicht lohnt. In diesen Fällen können die Endoskope mit dem entsprechenden Fachpersonal angemietet werden. "Wir führen aber auch Produktschulungen vor Ort durch", betonten Torsten Teller und René Ruckriegl. Beide freuen sich auf die Zusammenarbeit mit der Entwicklungsgesellschaft und den Kunden in der Region.

Projektleiter Klaus-Gerd Schäpe betonte, dass die Gesamtplanung voran geht und in allen Bereichen Gespräche geführt werden. "Aber erst müssen die Anträge genehmigt sein, dann können Baugenehmigungen beantragt werden", erklärte der Projektleiter.

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