„Augustoria“ : Verwirr-Spaß: Bei Oskar geht’s hoch her

Es darf gelacht werden (v.l.): Petra Voss als hysterische Tochter, Michael Kappus als geschockter Geschäftsmann und Vater Pierre Barnier sowie Daniela Rentzow als liebende Gattin Marie-Louise.
Es darf gelacht werden (v.l.): Petra Voss als hysterische Tochter, Michael Kappus als geschockter Geschäftsmann und Vater Pierre Barnier sowie Daniela Rentzow als liebende Gattin Marie-Louise.

Theatergruppe probt für ihr neues Stück. Premiere am 4. Dezember im theater itzehoe.

Avatar_shz von
05. November 2013, 12:00 Uhr

So gehört es sich für eine zünftige Verwechslungskomödie: Nur ein einziges Ereignis bringt ein geordnetes Leben völlig durcheinander. Zunächst geht es Pierre Barnier so richtig gut. Er ist reich, sehr reich; eine schöne Frau und eine kesse Tochter versüßen sein Leben. Doch dann kommt es knüppeldick. Sein Geschäftspartner hat ihn betrogen und erpresst ihn wegen aktueller Steuersünden. Zugleich möchte jener Barniers Tochter Colette heiraten. Dazu kommen Mutterschafts-, Vaterschafts- und Kofferprobleme. Diese Zutaten für ein rasantes Verwirrspiel liefert „Oskar“. Zum Rezept gehören außerdem: Erpressung, vorgespiegelte Schwangerschaft, Betrug in vielen Facetten sowie eine überraschende Schlusswendung.

Die Theatertruppe „Augustoria“, seit 1992 mit zehn Inszenierungen dem Publikum der Region als Spezialist für das anspruchsvoll Leichte bekannt, mischt diese Zutaten der Vorlage von Claude Magnier noch zusätzlich mit Gags auf. Der Eindruck von der Probe im Theater täuscht nicht. Es wird hoch hergehen.

Jetzt, einen Monat vor der Premiere, wird mitunter noch ein wenig improvisiert. Regisseurin Dagmar Kröger-Naudiet greift nur hier und dort ein: „Jetzt schneller!“ „Sei mal unhöflich!“ Aber auch die Spieler haben noch ihre Problemchen: „Gibt es ein Kaugummi, mit dem ich Blasen machen kann?“ Gibt es bestimmt, die Requisite wird es richten.

Auch während der Probe wird viel gelacht. Viele Kleinigkeiten haben ihre Tücken, die dann im zweiten Anlauf beseitigt werden. Beispiel: „Nehmen Sie doch Platz!“ Aber der Spielpartner sitzt schon. Großes Gelächter! Beim zweiten Anlauf klappt es schon fast perfekt.

Die besondere Herausforderung für die Regie: In einem Stück wie „Oskar“, in dem irgendwie alles mit allem verwechselt wird, müssen die Szenenabläufe exakt geplant und eingehalten werden. Was scheinbar improvisiert und chaotisch aussieht, ist tatsächlich das Ergebnis von monatelangen Proben. Die „Augustoria“ steckt da jetzt mittendrin.

Das Ensemble – viele Mitwirkende sind aus dem öffentlichen Leben bekannt – verlässt sich da ganz auf seine Chefin Dagmar Kröger-Naudiet. Die ist seit 1978 im Theatergeschäft. Unter ihrer Regie spielen: Nils Fieselmann, Daniel Helmholtz, Elke Hilpert, Michael Kappus, Dietmar Ramm, Daniela Rentzow, Michael Rost, Sarah Sohbe, Jürgen Teifke, Christine Veit und Petra Voss.

Premiere: Mittwoch, 4. Dezember, 19.30 Uhr, theater itzehoe. Weitere Vorstellungen sind am 10. und 17. Januar 2014, ebenfalls im theater itzehoe. Karten gibt es an der Theaterkasse und im Sekretariat der AVS.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen