Bürgermeisterwahl : Verwaltungsfachfrau mit Gestaltungswillen

Manja Biel
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Manja Biel

Glückstädter CDU unterstützt Kandidatur von Manja Biel

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18. Juli 2015, 08:00 Uhr

Als erste Partei hat sich die CDU der Elbestadt für eine Kandidatur bei der Bürgermeisterwahl am 8. November ausgesprochen: Die Christdemokraten werden Manja Biel im Rennen um den Chefposten im Rathaus unterstützen. „Wir haben Frau Biel in mehreren Gesprächen kennen gelernt und haben mit ihr eine überzeugende Kandidatin gefunden“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Krafft-Erik Rohleder gegenüber unserer Zeitung.

Biel ist nach eigener Aussage über die öffentliche Ausschreibung auf die anstehende Wahl aufmerksam geworden und nahm zunächst Kontakt zum amtierenden Bürgermeister Gerhard Blasberg auf, der ihr riet, sich an die Parteien zu wenden. „Ich habe mit der CDU sehr gute und konstruktive Gespräche geführt, die Spaß gemacht haben in Hinblick auf eine weitere Zusammenarbeit“, sagt Biel.

Die 42-jährige Diplomverwaltungswirtin und -kauffrau beschäftigt sich aktuell mit der Wirtschaftsförderung bei der Stadtverwaltung in Kaltenkirchen. Geboren wurde sie auf der Insel Rügen. Nach dem Abitur absolvierte sie zunächst eine technische Berufsausbildung bei der Reichsbahn in Ostdeutschland. Von 1995 bis 2001 war Biel für die Landesversicherungsanstalt Hamburg tätig und beschäftigte sich dort unter anderem mit Fragen von Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit. 2001 wechselte sie zur Stadtverwaltung Henstedt-Ulzburg, wo sie sich zunächst um die Liegenschaftsverwaltung und die Wirtschaftsförderung kümmerte. Seit 2010 gehörte auch das Ortsmarketing zu Biels Aufgabenbereich. Im vergangenen Frühjahr wechselte sie in die Nachbarstadt Kaltenkirchen und war dort unter anderem für die Erschließung größerer Gewerbegebiete zuständig.

„Ich denke, meine bisherige Berufslaufbahn qualifiziert mich für das Bürgermeisteramt in Glückstadt“, sagt Biel. „Ich habe viel Erfahrung gesammelt und lange in Positionen mit Schnittstellenfunktion für unterschiedliche Bereiche gearbeitet.“ Den Schritt „aus der zweiten Reihe“ an die Spitze einer Verwaltung hält die 42-Jährige daher für „folgerichtig“. Die Hafenstadt an der Elbe war ihr bereits durch Ausflüge bekannt. „Glückstadt ist ein wirklich charmanter Ort mit einer tollen Lage und einer wunderbaren Größe“, schwärmt Biel. Nun freue sie sich darauf, den Blick „hinter die Kulissen“ werfen zu können und die Stadt kennenzulernen. „Es muss noch viel inhaltliche Arbeit geleistet werden. Gut ist, dass die Wahl sehr rechtzeitig ausgeschrieben wurde“, erklärt Biel. Dies biete die Möglichkeit einer gründlichen Vorbereitung. Sie werde im Wahlkampf viel vor Ort sein und das Gespräch mit Vereinen und Verbänden und den Bürgern suchen. „Ich denke, es ist ein Vorteil, dass ich den klaren Blick des Außenstehenden und neue Impulse einbringe, aber ich möchte auch viel Feedback von den Bürgern.“

Um dies zu bekommen, wird Biel ab Mitte August mindestens einen Tag pro Woche in Glückstadt verbringen. Sie wünsche sich einen „bunten Wahlkampf“, sagt Biel. „Ich freue mich darauf.“

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