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Norddeutsche Rundschau

16. Dezember 2017 | 14:50 Uhr

Wechsel : Verwaltungschef geht nach Preetz

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Sven Wilke verlässt nach vier Jahren das Amt Kellinghusen. Ein Grund sind „unterschiedliche Dienstauffassungen“.

von
erstellt am 14.Jan.2014 | 17:15 Uhr

Die Wege von Sven Wilke und dem Amt Kellinghusen trennen sich. Der Leitende Verwaltungsbeamte, seit vier Jahren an der Spitze der Verwaltung, geht nach Preetz (16.000 Einwohner). Dort übernimmt der 43-Jährige als Leiter den Fachbereich allgemeine Verwaltung. Offiziell tritt er den Posten am 1. Juni an, eventuell wird er aber bereits früher nach Ostholstein gehen, um sich einzuarbeiten. Dass Wilke auf dem Absprung steht, kommt nicht überraschend, schon Anfang 2012 hatte er sich als Bürgermeister in Timmendorfer Strand beworben, scheiterte dort aber als CDU-Kandidat in der Stichwahl an der SPD-Bewerberin.

Die Trennung kommt jetzt wohl auch dem Amt nicht ungelegen. Wilkes Führungsstil war nicht unumstritten, sowohl Amtsvorsteher Clemens Preine als auch Sven Wilke selbst sprechen gegenüber unserer Zeitung von „unterschiedlichen Dienstauffassung“, ohne auf Einzelheiten eingehen zu wollen. „Wir sind jetzt bemüht, eine schnellstmögliche Überleitung zu finden“, betont Preine. Das Amt werde bemüht sein, Wilke für seinen neuen Job keine Steine in den Weg zu legen. Das könnte bedeuten, dass Wilke, der zurzeit krankgeschrieben ist, die Kellinghusener Verwaltung schon vor dem 1. Juni, seinem offiziellen Dienstantritt in Preetz verlässt. Der 43-Jährige geht davon aus, dass die Stadt Preetz das Amt kellinghusen um eine frühere Abordnung bitten wird, damit er sich noch beim seinem Preetzer Amtsvorgänger einarbeiten kann.

Wilke hat sich nach eigenen Aussagen vor allem in Preetz beworben, weil er wieder in einer Stadtverwaltung arbeiten wolle. Dort könne er mehr agieren und Initiative zeigen als in einer Amtsverwaltung, die mehr oder weniger nur eine Schreibstube der Gemeinden sei. „Dies ist die Stelle, die ich mir als nächsten Schritt auf meinem Berufsweg gewünscht habe“, betont Wilke. Das Amt habe von der Bewerbung gewusst und er sei dabei auch unterstützt worden.

Sven Wilke ist Donnerstagabend – parallel zum Neujahrsempfang seines Amtes Kellinghusen – in nicht-öffentlicher Sitzung von den Mitgliedern des dortigen Haupt- und Finanzausschusses gewählt worden, bestätigt der Preetzer Bürgermeister Wolfgang Schneider. Wilke setzte sich gegen mehrere Bewerber durch. Als Fachbereichsleiter wird Wilke in Ostholstein unter anderem für Organisation, Sport, Personal , Jugend, und Personal zuständig sein.

Wilke trat im November 2009 beim Amt die Nachfolge von Erik Bornholdt an. Acht Bewerber hatten sich damals auf die Stellenausschreibung des Amtes gemeldet. Zwei fielen gleich durch, weil sie nicht die notwendigen Voraussetzungen hatten. Die restlichen sechs kamen in die Vorauswahl, die beiden besten Bewerber stellten sich dann dem gesamten Amtsausschuss vor. Mit großer Mehrheit wurde damals Wilke gewählt. Vor seiner Station in Kellinghusen war er zuständig für die Gremien- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Stadt Ahrensburg.

Wie es jetzt im Amt Kellinghusen weitergeht, muss der Amtsausschuss entscheiden. Dann könnte auch wieder die Idee des hauptamtlichen Amtsdirektors eingebracht werden. Schon bei der Wahl von Wilke wurde diesen Vorschlag unterbreitet. Allerdings gab es dafür keine Mehrheit. Ein Amtsdirektor wäre – im Gegensatz zum Leitenden Verwaltungsbeamten - auf Zeit gewählt, übernimmt aber auch Aufgaben, die jetzt einem ehrenamtlichen Amtsvorsteher übertragen sind.

Auf jeden Fall warten herausragende Aufgaben auf den neuen Amtsinhaber - zum einen der Neubau des gemeinsamen Amtsgebäudes und dann die Klage der Gemeinde Hohenlockstedt dagegen.

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