zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

20. August 2017 | 03:00 Uhr

Verständnis zeigen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Hohenlockstedt das fünfte Rad am Wagen des Amtes Kellinghusen? So fühlen sich Bürger und Politiker jedenfalls. Im Amt sind sie nie richtig angekommen. Schon vor den Fusionsverhandlungen gab es Widerstand, die Sozialdemokraten tendierten immer zu einem Zusammenschluss mit dem Amt Itzehoe-Land. Bis vor das Verwaltungsgericht Schleswig führte die Abneigung für das Amt Kellinghusen die Hohenlockstedter. Danach wurde zwar eine Partnerschaft auf Augenhöhe versprochen, doch diese sehen die Kommunalpolitiker der Gemeinde immer noch nicht. Dies liegt auch daran, dass die Kommune im Amtsausschuss – obwohl ein Viertel der Amtsbevölkerung in Hohenlockstedt wohnt - sich unterrepräsentiert fühlt. Dort hat laut Amtsordnung jede noch so kleine Gemeinde eine Stimme, die größeren Gemeinden wie Hohenlockstedt jedoch nur für jeden tausendsten Einwohner. Und ein richtiges und sachliches Miteinander - wie in anderen Ämtern üblich - hat sich bisher nicht entwickelt, zu unterschiedlich scheinen die Interessen der Kommunen. Eine kurzfristige Verbesserung der Situation ist zurzeit mehr als fraglich. Trotzdem: aufeinander zugehen, Verständnis zeigen und zu einer Lösung kommen. Dies muss das Ziel sein. Eine Loslösung vom Amt Kellinghusen wäre das Eingeständnis einer Niederlage – für beide Seiten.

zur Startseite

von
erstellt am 16.Jun.2016 | 16:12 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen