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Verpuffung bei einer Party – Jugendfeuerwehr rückt aus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 12.Jun.2015 | 13:22 Uhr

Überraschend für alle Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr Wilster gab es für sie im Rahmen eines regulären Dienstabends eine Einsatzübung. Dazu rückten 20 Jugendliche am Donnerstagabend kurz nach 19 Uhr zu einem Lösch- und Bergungseinsatz in die Neue Burger Straße aus.

Bei einer Party im Obergeschoss des seit mehreren Jahren leer stehenden ehemaligen Wandmaker-Marktes war es zu einer Verpuffung gekommen – so jedenfalls das Szenario der Übung. Drei Jugendliche waren verletzt: einer – dargestellt von einer schweren Strohpuppe – war aufs Dach geschleudert worden, zwei weitere Jungen galten im Innern des Marktes als vermisst. Weil die Innenbeleuchtung des Brandobjekts ausgefallen war, sorgte ein Notstromaggregat für Licht im Gebäude.

Aufgabe der 20 beteiligten Jugendfeuerwehrmitglieder war es, eine Löschwasserversorgung vom Hydranten quer über den rückwärtigen Parkplatz zum Brandobjekt aufzubauen. Ausbilder Jörg Hinrichs schloss mit seiner Gruppe den Hydranten direkt an das Löschfahrzeug an, damit über dessen 600-Liter-Tank sofort gelöscht werden konnte. Die Geschwister Chantal-Luise (16) und Lisa-Marie (14) waren mit Freude dabei, die Schläuche auszurollen. Ricardo Lohmann, ebenfalls Ausbilder der Jugendfeuerwehr, überwachte den Anschluss der Zuleitungen zu den Strahlrohren. Katrin Gluth, die den verhinderten Jugendfeuerwehrwart Christoph Horstmann vertrat, legte Wert auf Eigensicherung beim Aufstellen der Steckleiter, um die Puppe vom Dach zu bergen. Auch die zwei in dem mit einer Nebelmaschine verqualmten Haus vermissten Personen konnten von den Einsatzkräften aufgespürt, geborgen und in Sicherheit gebracht werden.

Die Ausbilder Stefan Beyer und Tom Zeidler, die die Einsatzübung ausgearbeitet hatten, waren mit den Leistungen der Nachwuchs-Brandschützer überaus zufrieden. Auch Katrin Gluth äußerte sich positiv über den Ablauf der gut einstündigen Übung.

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