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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 13:02 Uhr

Stadtpark : Vermisst: Die Schwäne sind weg

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ein Tierarzt vermutet, dass die beiden verschwundenen Schwäne aus dem Stadtpark weg sind. Seine Theorie: Sie haben sich auf den Weg zu ihrer Geburtsstätte in Niedersachsen gemacht. Dies ist denkbar, weil sie in der Nähe der Elbe gesichtet wurden.

Wo sind die Glückstädter Stadtparkschwäne hin? Denkbar ist, dass sie auf dem Weg nach Hause sind. Dorthin, wo sie geboren sind – Niedersachsen.

Schwäne sind in Glückstadt etwas Besonderes. Vorgänger von Wiebeke und Christian erlangten Berühmtheit nicht nur durch unsere Zeitung, sondern auch durch das Fernsehen. Dies führte auch dazu, dass so einige Glückstädter immer an ihren Schwänen in besonderer Weise hingen.

Wiebeke und Christian wurden im vergangenen Jahr dank Unterstützung von Sponsoren gekauft. Ihr neues Zuhause waren die Festungsgewässer, wo sich Anlieger seit jeher liebevoll um die Stadtschwäne kümmern. Gekauft wurden die beiden Schwäne bei einem Züchter in Niedersachsen.

Jetzt werden sie vermisst. Zuletzt wurden sie am Holtenborn gesehen und gefüttert. Doch auch dort sind sie nicht mehr. „Wahrscheinlich haben sich die inzwischen geschlechtsreifen und bedingt flugfähigen Schwäne in Richtung Elbe abgesetzt“, vermutet Glückstadts Tierarzt Dr.  Thomas Frauen. Auch Schwäne hätten einen freien Willen und man dürfe nicht meinen, Glückstadt sei für die Tiere der hübscheste Ort.

Gleichzeitig schließt Dr. Frauen nicht aus, dass die Schwäne irgendwann genug von ihrem Ausflug haben und in Richtung Stadtpark Glückstadt zurückkehren. Denn dort werden sie gelegentlich vom Leiter des Kommunalen Service, Thomas Meyer, mit Kraftfutter gefüttert.

Ob dies den Tieren soviel Kraft beschert hat, dass sie in den vergangenen Tagen von den weitverzweigten Festungsgewässern über das Grab und die Weißkuhle in Richtung Elbe watscheln oder schwimmen konnten, darf bezweifelt werden. „Auch bei Schwänen dürfen die Flügel nur so beschnitten werden, dass tierschutzrechtliche Bestimmungen nicht verletzt werden“, erklärt Dr. Frauen. Mit zunehmender Geschlechtsreife und Alter würden die beschnittenen Flügel dann allerdings wieder zusammenwachsen und zumindest für eine bedingte Flugtauglichkeit bei den Tieren sorgen.

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