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Norddeutsche Rundschau

24. Oktober 2017 | 10:15 Uhr

Verlust sinkt: Gute Zahlen im Theater

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

von
erstellt am 31.Okt.2014 | 12:00 Uhr

Der Betriebsverlust beträgt 2,115 Millionen Euro – auf den ersten Blick keine Zahl, die Grund zur Freude gibt. Doch im Ausschuss für städtisches Leben wurde sie sehr positiv aufgenommen. Denn damit steht das theater itzehoe ein ganzes Stück besser da als noch 2012. Damals betrug der Verlust 2,258 Millionen Euro. Es ist also eine Reduzierung um 142 402 Euro oder 6,31 Prozent gelungen. Der Kostendeckungsgrad wurde von 18,98 auf 22,62 Prozent erhöht.

50 714 Besucher sahen sich im vorigen Jahr Vorstellungen im Theater an, das sind 947 mehr als 2012 – obwohl sogar eine Veranstaltung weniger stattfand als im Vorjahr. Die Erlöse wuchsen auf 618 575 Euro – 89 455 Euro mehr als 2012.

Besonders im Blick hat die Politik die veranstaltungsbezogenen variablen Kosten. Diese sollen Aufschluss über die Effektivität des Theaterbetriebs geben. Denn nur diese – wie Entgelte und Mieten für die Nutzung oder auch Ausgaben für den Einkauf von Produktionen – können wirklich beeinflusst werden. Schon 2005 beschlossen der damalige Schul- und Kultur- sowie Finanzausschuss, dass die veranstaltungsbezogenen variablen Kosten zu 100 Prozent durch die Einnahmen gedeckt sein sollen, seit 2010 gelten sogar 110 Prozent als Ziel. Ein Unterschuss führt zu einer Kürzung des Theaterhaushalts im folgenden Jahr. Ein Überschuss dagegen fließt je zur Hälfte in den allgemeinen Haushalt und das Budget des Theaters.

Deshalb hat das Team um Theaterdirektorin Ulrike Schanko allen Grund zur Freude. Denn 2013 wurden sogar die 110 Prozent deutlich überschritten: Der Überschuss lag bei 104 636 Euro, die Deckung liegt damit bei 125,44 Prozent – und der Bonus wurde nicht einmal in Anspruch genommen, sondern ist im allgemeinen Haushalt aufgegangen.

In der Sitzungsvorlage werden „ein vielfältiges Programm und neue Marketingideen“ als Maßnahmen genannt, um neue Zuschauer zu erreichen. Veranstaltungen mit Künstlern wie Axel Prahl, Al di Meloa oder Shows wie „A tribute to Michael Jackson“ lockten viele Besucher aus der gesamten Region ins Haus, von denen viele auch wiederkommen. Gezielte Werbung für bestimmte Veranstaltungen sowie Aktionen wie Neubürger-Führungen tragen ebenfalls Früchte. Für die Zukunft wird zudem darüber nachgedacht, das Abo-System zu verändern, da der Trend ganz deutlich in Richtung Wahl-Abo geht.

„Sehr positive Zahlen“, freute sich Jürgen Stahmer (SPD). Es sei eine schwierige Aufgabe, in wirtschaftlich nicht so rosigen Zeiten den Gesamtverlust deutlich zu reduzieren, stellte Dr. Jörn Michaelsen (FDP) fest und hoffte, „dass die Zahlen im nächsten Jahr so gehalten werden können“.

Das theater itzehoe sei „in aller Munde“, sagte Eva Gruitrooy (Grüne). „Ich höre viele positive Stimmen.“ Sie dankte „für die gute Arbeit und Zusammenarbeit“.

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