zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2017 | 13:05 Uhr

Verkauft – Stadtwerke geben Wohnungen ab

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

von
erstellt am 23.Mai.2014 | 05:00 Uhr

Mehrfach sorgte das geplante Geschäft für Aufruhr in der Kommunalpolitik. Nun haben die Stadtwerke Itzehoe acht ehemalige Mitarbeiter-Wohnungen in der Friedrich-Ebert-Straße 20-22 verkauft. Neue Eigentümerin ist ab Juli die Wankendorfer Baugenossenschaft.

Damit habe das Unternehmen, in dem die Wohnungsgesellschaft GVI/GVG aufgegangen ist, sein Engagement in Itzehoe noch ein wenig ausgeweitet, sagt Wankendorfer-Vorstandsvorsitzender Helmut Knüpp. Aus seiner Sicht war es ein logisches Geschäft: „Natürlich können wir mit Immobilien besser umgehen als die Stadtwerke.“ Diese hatten die Verkaufsabsicht damit begründet, sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren zu wollen.

Die Mieter aber hatten schon im vergangenen Jahr beunruhigt reagiert. Nach Debatten in der Politik wurden die Wohnungen zunächst den Mietern zum Kauf angeboten. Im Februar teilten sie mit, dass sie sich dazu nicht in der Lage sähen. So kam die Alternative zum Tragen, die Wohnungen auf dem Markt anzubieten. Zwei Interessenten gab es, der Stadtwerke-Aufsichtsrat entschied sich für die Wankendorfer. Als das Rathaus darüber in Kenntnis gesetzt wurde, informierte es sogleich die Fraktionen – und Linke-Ratsherr Ernst Molkenthin distanzierte sich postwendend in einer Mail an die Redaktion von dem Verkauf. Der Beschluss sei „gegen die Bürger der Stadt Itzehoe gerichtet“.

Dagegen sagt Wankendorfer-Chef Knüpp: „Die Mieter können alle Ruhe dieser Welt entwickeln.“ In einem fairen Miteinander sei ein angemessener Preis gefunden worden, Einzelheiten zur Summe wurden nicht mitgeteilt. Um den Kauf zu finanzieren, müsse jedenfalls nicht die Miete erhöht werden. Auch Stadtwerke-Geschäftsführer Manfred Tenfelde betont, dass die Wankendorfer ein sehr willkommener Partner sei. Es werde kein Schindluder mit der Immobilie getrieben, „das war uns wirklich wichtig“.

Nicht verkauft wurden die direkt benachbarten beiden Zweifamilien-Häuser am Großen Wunderberg 25 und 27. Mit diesen Immobilien müsse sich der Aufsichtsrat erst noch befassen, sagt Tenfelde.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen