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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 07:38 Uhr

Vergewaltiger will Urteil anfechten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2014 | 15:47 Uhr

Ende April ist ein Mann aus Quickborn zu sieben Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt worden, weil er nach Auffassung der zweiten Strafkammer am Landgericht Itzehoe seine Frau verprügelt, sie an einen Stuhl gefesselt, ihr mit dem Tod gedroht und sie vergewaltigt hatte. Nun ist gegen das Urteil Revision eingelegt worden, wie das Landgericht auf Anfrage mitteilte.

Bereits während der Hauptverhandlung hatte sich abgezeichnet, dass die Verteidigerin des Quickborners das Urteil anfechten wird. Sie hatte unter anderem einen Befangenheitsantrag gegen die Richter gestellt und ihnen einen starken Verfolgungswillen vorgehalten. Derzeit erstellt das Landgericht eine schriftliche Urteilsbegründung, die dann allen Prozessparteien zugestellt wird. „Es gab ja etliche Verhandlungstage. Die Begründung ist sehr umfangreich“, sagte Julia Gärtner, Sprecherin des Landgerichts.

Nachdem die Urteilsbegründung verschickt wurde, hat die Verteidigerin einen Monat lang Zeit, eine Begründung für die Revision abzugeben. Danach nimmt auch der Generalbundesanwalt Stellung, bevor das Verfahren beim Bundesgerichtshof (BGH) landet. Erst dann kann mit dem eigentlichen Revisionsverfahren begonnen werden – nach Einschätzung der Landgerichtssprecherin frühestens im August. Hebt das Revisionsgerichtwird es rechtskräftig. Werden Verfahrensfehler festgestellt, muss die Sache erneut vor dem Landgericht verhandelt werden.

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