Leben in Herzhorn : Vereine suchen Übergangs-Quartiere

Der Vorsitzende des Kirchengemeinderats,Jobst von Arnim, (r.) bedankt sich bei Pastorin Gabriele Petersen und ihrem Mann Heiner für die gute Zusammenarbeit.
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Der Vorsitzende des Kirchengemeinderats,Jobst von Arnim, (r.) bedankt sich bei Pastorin Gabriele Petersen und ihrem Mann Heiner für die gute Zusammenarbeit.

Grundschule sowie Gemeinde- und Sporthaus in Herzhorn sollen 2018 abgerissen werden. Die Kirchengemeinde hilft bei Lösung der Raumnot.

Im nächsten Jahr werden in Herzhorn die Grundschule und das Gemeinde- und Sporthaus abgerissen, um durch Neubauten ersetzt zu werden. Aber wohin in dieser Übergangszeit mit den Vereinen? Viele Veranstaltungen können als Interimslösung in dem Saal der Kirchengemeinde durchgeführt werden. Das verkündete Jobst von Arnim auf dem Jahresempfang der Kirchengemeinde Herzhorn. „Wir stellen uns gerne dieser Herausforderung. Mit dem Sozialverband, dem DRK und dem Spielmannszug haben wir schon Abmachungen, und auch die Grundschulbetreuung kann während der Bauphase hier unterkommen.“

Bürgermeister Wolfgang Glißmann zeigte sich überrascht und dankbar, dass schon so viel organisiert ist: „Das nächste Jahr wird schwer für uns alle und wir müssen viel regeln und mit Engpässen leben. In der Kinderbetreuung haben wir ein gutes Miteinander von Gemeinde und Kirche. Dass auch für die Grundschulbetreuung eine Zusage der Unterbringung vorliegt, hilft uns sehr.“

Mit Beginn des Kirchenjahres zum ersten Advent lädt der Kirchengemeinderat schon traditionell zum Jahresempfang ein, um einen Rückblick auf das abgelaufene Jahr und einen Ausblick auf das kommende zu geben. Jobst von Arnim als Vorsitzender des Gremiums wartete mit einigen Zahlen auf: „Im Durchschnitt haben 76 Besucher an den Gottesdiensten teilgenommen. Das hört sich viel an, wir hatten aber manchmal auch nur acht.“ Im abgelaufenen Jahr gab es drei Trauungen, sechs Taufen, elf Konfirmanden und 21 Beisetzungen. Aktuell habe die Kirchengemeinde 1305 Mitglieder. Pro Mitglied gibt es 35 Euro als Zuweisung in den örtlichen Kirchenhaushalt. Damit müssen die laufenden Kosten abgedeckt werden. Von Arnim bilanzierte weiter: „Wir haben jetzt ein Jahr einen neuen Kirchengemeinderat – und es war ein gutes Jahr.“ Dieses positive Fazit bezog er insbesondere auf die gute Zusammenarbeit mit den Vereinen und den Gemeinden. Auch die Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Süderau laufe einvernehmlich. „Wir haben inzwischen mit Hans-Christian Siewert sogar denselben Kirchenmusiker und unsere Konfirmanden werden gemeinsam unterrichtet.“

In seinem Ausblick sprach von Arnim einige Neugestaltungen auf dem Friedhof an und den Sanierungsbedarf des Kirchengebäudes: „Unsere Kirche ist jetzt 63 Jahre alt. Das Dach, einige Mauerrisse, der Bodenbelag und die elektrische Anlage müssen erneuert oder repariert werden.“ Trotz der vielen Aufgaben mache die Arbeit im Kirchengemeinderat aber Spaß: „Wir haben eine so engagierte und freundliche Pastorin, dass ich immer gerne komme. Dafür möchte ich mich bei ihr und ihrem Mann Heiner mit einem Adventsgesteck bedanken.“

Pastorin Gabriele Petersen gab den Dank zurück: „Es ist wunderbar, wie selbstverständlich ich hier dazugehöre. Das habe ich so noch nicht erlebt. Wir fühlen uns in Herzhorn sehr wohl.“

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