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Jahresversammlung : Verein sucht Bleiben für junge Töpfer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Vorstandsriege des Keramik Centrums bleibt im Amt.

In bewährten Händen bleibt das Keramik Centrum Kellinghusen (KCK). Im Rahmen der Jahresversammlung sprachen die Mitglieder dem kompletten Vereins-Vorstand erneut das Vertrauen aus. Einstimmig in ihren Ämtern bestätigt wurden der Vorsitzende Andreas Dethlefsen und seine drei Stellvertreter Regina Nürnberg, Berthold Brattig und Herbert Sinnen. Über die Bereitschaft letzterer zu einer erneuten Kandidatur freue er sich besonders, so der Vorsitzende. Als langjährige leidenschaftliche Keramiksammler zeichneten Brattig und Sinnen sich durch eine profunde Szenekenntnis aus und seien dadurch ein großer Gewinn für den Verein.

In jeder Hinsicht eine Bereicherung für den KCK wird auch die frisch gekürte ehrenamtliche künstlerische Beraterin Annette Ody sein. Ein entsprechender Antrag des Vorsitzenden stieß in der Runde auf ein einmütiges Echo. In Sachen Keramik-Förderung engagierte sich die Direktorin der Keramikfachschule in Landshut bereits im Rahmen der „Nord-Süd-Kooperation“. Sie war in der Berufsorientierung der Gesellschaft für Bildung Beruf Kultur (BiBeKu) zu Gast und stellte gemeinsam mit ihren Studenten sowie Azubis der Fachschule Heide die Möglichkeiten des Töpferberufs auf dem Töpfermarkt vor (wir berichteten). Ebenfalls auf ihren Posten blieben Schriftführerin Margarete Mehrens-Alfer und Kassenwartin Birgit Saß.

In seinem Jahresbericht ging der Vorsitzende auf die Unterkunft des KCK in der Steinstraße ein. Die Gegebenheiten konnten die Mitglieder vor Ort sogleich in Augenschein nehmen. Sie hatten sich an roh gezimmerten Tischen vor einem gemütlich bollernden Holzofen eingefunden. „Außer Farbe fehlt nichts mehr“, sagte Dethlefsen. Aus Sicherheitsgründen unter freiem Himmel werde aktuell außerdem ein großer Gasofen aufgebaut.

Ein dringendes Anliegen sei jedoch die Unterbringung von jungen Töpfern, welche die 250-jährige Keramik-Tradition in der Stadt auch in Zukunft hoch halten sollten. Zur Diskussion stünden derzeit ein Gebäude in der Lehmbergstraße 54, welches nach sieben Jahren Anmietung in Vereinsbesitz übergehen solle. Viel versprechend ist nach den Worten des Vorsitzenden auch eine Unterkunft mit modernen Lehrräumen in der ehemaligen Sattlerschule in unmittelbarer Nachbarschaft zur Keramikwerkstatt des Keramikkünstlers Kap Sun Wang. All dies koste aber Geld, welches beim KCK bekanntermaßen knapp sei.

Als weiteren Punkt hob Dethlefsen den vom Verein organisierten Töpfermarkt hervor. Ergänzend zu seinen Ausführungen im Kultur- und Wirtschaftsausschuss (wir berichteten) sprach er von vielen neuen Ideen für das kommende Marktereignis, welches im Zeichen des 250-jährigen Keramik-Jubiläums der Stadt stehe. „Wir haben einen 18-Punkte-Katalog aufgestellt, der abgearbeitet werden muss“, bestätigte Schatzmeisterin Birgit Saß. Sie präsentierte eine ausgeglichene Vereinskasse, nannte aber Beispiele für die Mühseligkeit, die KCK-Vorhaben in stets angespannter finanzieller Lage voranzutreiben. Optimistisch stimme in dieser Situation immer wieder die enorme Bereitschaft von Bürgern, „die Stadt nach vorne zu bringen.“ Besonders unterstrich Saß die „enorme Unterstützung“ durch das hiesige Handwerk.

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erstellt am 30.Okt.2013 | 05:00 Uhr

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