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Norddeutsche Rundschau

16. Dezember 2017 | 22:14 Uhr

Provianthaus : Verein bleibt bestehen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mitglieder wollen das Projekt weiter unterstützen. Investoren stehen noch nicht fest / Sanierung soll im Sommer beginnen.

shz.de von
erstellt am 28.Feb.2014 | 17:03 Uhr

Es sollte das letzte Jahr für den Provianthaus-Verein werden, bevor das historische Gebäude nahe des Binnenhafens in den kommenden Monaten jetzt endlich saniert wird. Doch statt sich aus dem Geschehen rund um das historische Lagerhaus zu verabschieden, entschlossen sich die Mitglieder dazu, dem Eigentümer des Provianthauses auch weiterhin zur Seite zu stehen. „Wir sind ja nicht nur da, um Veranstaltungen zu organisieren, sondern wir wollen das Gebäude mehr ins Bewusstsein der Menschen rücken“, sagte die Vorsitzende Susanne Kreth bei der jüngsten Jahresversammlung. Das Interesse am Verbleib des Hauses bestünde also weiterhin, auch wenn ab 2015 zunächst keine Ausstellungen oder Veranstaltungen mehr geplant seien. Der ursprünglichen Plan, die Aktivitäten des Vereins bis auf weiteres auf Eis zu legen, wurde damit ad acta gelegt.

Über die Entscheidung freute sich auch Eigentümer Michel Wilckens. „Ich würde es sehr begrüßen, wenn der Verein dem Haus gewogen bleibt und er sich weiterhin dafür interessiert.“ In seinen Augen habe sich das Ziel des Vereins durch den Verkauf nicht verändert. „Er wurde ursprünglich gegründet, um die Zukunft dieses Hauses sicherzustellen und nur durch den Besitzerwechsel ändert sich dadurch ja nicht so wahnsinnig viel.“

Viel Neues konnte er in puncto Provianthaus allerdings noch nicht berichten. „Ich bin zurzeit mit zwei Firmen im Gespräch“, so Wilckens. Ob die Pläne, aus dem Provianthaus ein Hotel mit Restaurant und Veranstaltungsräumen zu machen, schon bald in trockenen Tüchern sein könnten, ließ er offen. Sollte sich nach den Gesprächen keiner der Interessenten für das Projekt entscheiden, soll trotzdem zumindest mit der Sanierung des maroden Gebäudes begonnen werden. „Wir haben fest vor, dass noch in diesem Sommer an dem Haus selbst gebaut wird“, kündigte Wilckens an.

Vorsitzende Susanne Kreth ließ indes das vergangene Jahr Revue passieren. Während die Foto-Ausstellung rund um die Matjeswochen auf große Resonanz stieß, war der Erfolg der Lesung mit Krimi-Autorin Anja Marshall eher dürftig. Gut besucht waren hingegen die letzten Ausstellungen „Horizonte“, bei denen viele Glückstädter Künstler anwesend waren und damit für einen regen Austausch mit den Besuchern gesorgt hatten. Eine Neuauflage wird es trotz des Erfolgs in diesem Jahr aber nicht geben. „Wir bräuchten dringend eine Überarbeitung der Horizonte, weil die Besucherzahlen in der letzten Zeit doch sehr zurückgegangen sind. Aber es macht wenig Sinn, ein neues Konzept auf die Beine zu stellen, wenn wir erstmal noch nicht wissen, was kommt“, erklärte Vorstandsmitglied Birgitt von Appen.

Stattdessen will der Verein jetzt eine gebündelte Version mit Festcharakter auf die Beine stellen: Bei einer Beachparty soll Kunst auf Sand und Cocktails treffen. Konkrete Pläne, wie genau die Party aussehen soll, gab es zwar noch nicht, dafür aber jede Menge Ideen. So waren neben Kleinkunst und einem Rückblick auf alle bisherigen Ausstellungen auch Live-Musik und ein Kunst-Flohmarkt im Gespräch. Stattfinden soll die Party wahrscheinlich am 7. September. Fest steht indes schon die Foto-Ausstellung, die an den drei Wochenenden um den 7., 14. und 21. Juni stattfinden soll.

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