Volkstrauertag : Verantwortung für den Frieden

Kranzniederlegung: vorn Walter Schulz (links) und Peter Labendowicz und dahinter von der Führung der Patenkompanie Hauptmann Wolfgang Helmecke (links) und Stabsfeldwebel Thomas Levgrün.
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Kranzniederlegung: vorn Walter Schulz (links) und Peter Labendowicz und dahinter von der Führung der Patenkompanie Hauptmann Wolfgang Helmecke (links) und Stabsfeldwebel Thomas Levgrün.

Kreispräsident Peter Labendowicz mahnt in Wilster zum unermüdlichen Dialog mit der Jugend.

shz.de von
18. November 2013, 05:00 Uhr

Seit Jahrzehnten hat die Wilster-Liedertafel von 1842 die Gedenkfeier zum Volkstrauertag am Ehrenmal im Stadtpark mit ihrem Gesang umrahmt. Gestern musste sie zum ersten Mal dem Nachwuchsmangel des Chores Tribut zollen und den Auftritt im Stadtpark absagen. Stattdessen waren es die Parforcehornbläser Wilstermarsch, die erstmalig die Feier unter der Leitung von Dr. Ulrich Moßner musikalisch umrahmten.

Zu Ehren der Opfer von Krieg und Gewalt, Flucht und Vertreibung, Terrorismus und politischer Verfolgung legten wie in vielen Städten und Gemeinden des Kreises Steinburg Bürgermeister Walter Schulz und Kreipräsident Peter Labendowicz als Vorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge sowie für die Patenkompanie aus dem Lazarett-Regiment 11 in Seeth/Norfriesland Hauptmann Wolfgang Helmecke und Stabsfeldwebel Thomas Levgrün Kränze am Ehrenmal nieder. Davor hielten zwei Soldaten der Patenkompanie eine Mahnwache.

Peter Labendowicz erinnerte daran, dass es in der Geschichte der Menschheit niemals so viele Opfer von Kriegen, Verfolgung, brutaler Gewalt und Terroranschlägen gegeben habe wie im vergangenen Jahrhundert. „Der Volkstrauertag mahnt uns jedes Jahr, Lehren aus den Schrecken der Geschichte zu ziehen. Zumindest bei uns in Europa scheint dies gelungen zu sein“, stellte Labendowicz angesichts von über 60 Jahren Frieden fest. „Krieg ist heute etwas undenkbar Fernes geworden – und gelegentlich doch so nah. Lassen Sie uns deshalb die Chance zum Dialog nutzen, damit vor allem die Jugend erfährt, wie es damals war.“

Ein diesbezügliches Erinnern dürfe niemals enden. Der Volksbund-Vorsitzende lenkte seinen Blick auf die Bundeswehr und alle Menschen, die sich unermüdlich für den Frieden in der Welt einsetzen. Gerade die Soldatinnen und Soldaten träten in Regionen an, in denen Freiheit und Frieden erst noch durchgesetzt werden müssen – und das unter vielfach schwierigen und gefährlichen Bedingungen.

Labendowicz schloss: „Unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern, und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt.“

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