zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

22. August 2017 | 21:29 Uhr

An der Elbe : Vatertagsparty mit Polizeischutz

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Hunderte Besucher feiern bis zum Abend friedlich in Kollmar. Einsatzkräfte von Polizei und DLRG Elmshorn haben Lage im Griff.

„Du musst Musik haben, du musst einen Sonnenschirm haben und einen Regenpavillon“, erklärt der junge Mann aus Langenhals. Mit sieben Freunden ist er unterwegs, zwei Stunden haben sie gebraucht, bis sie zu Fuß den Hafen in Kollmar erreicht haben, dort haben sie jetzt alles aufgebaut. Kern ihres Standes ist ein großer Wagen, mit dem sie alles hergezogen haben. „Alles verkehrssicher“, betont der junge Mann und zeigt auf die Reflexstreifen am Wagen: „Mit einem Trecker hat du immer Ärger.“ Der Grill raucht, zu trinken haben die jungen Männer Bier, Cola, Korn und Jägermeister dabei.

Vatertag in Kollmar, der Hafen dort ist bekannt für seinen schönen Blick auf die Elbe. Die Bänke am Deich und auf der Mole sind voll, die Tische und Bänke an den Imbiss- und Bierwagen gut besetzt. Unzählige Motor- und Fahrräder sind abgestellt, Deichvorland und Buswendeplatz sind als gebührenpflichtige Parkplätze ausgewiesen. Kollmar ist Ziel vieler Vatertagstouren; und weil an Himmelfahrt viel los ist, kommen viele Leute zum Gucken. „Wir kriegen immer was ab, das spart gewaltig“, freut sich eine ältere Dame, die mit ihren drei Freundinnen auf einer Bank kurz vorm Molenkopf sitzt, nahe am Brennpunkt des Feierns. „Die Älteren gucken, die Jüngeren trinken“, fasst Hans-Jürgen Pawlowski aus Barmstedt die Lage zusammen. Er ist mit dem Motorrad hergefahren und isst jetzt auf den Deich gefläzt ein Eis.

14 Uhr, am Strand herrscht Betrieb. Musik plärrt aus diversen Bollerwagen, junge Männer gröhlen gegenan, viele halten sich beim Gehen, Stehen oder Sitzen an einer Bierflasche fest. Ein Mädchen wird kreischend ins Wasser geschubst. Felix aus Krempe erzählt, dass sie mit 70 Leuten aus Glückstadt gekommen seien, ein Freundeskreis, der von Itzehoe bis Hamburg reicht und sich seit drei Jahren zur Vatertagstour trifft: „Man freut sich halt immer tierisch drauf.“ Bei vielen Gruppen sind junge Frauen dabei: „Wir feiern unsere Väter“, erklärt Adriana Kachel aus Pinneberg.

Die DLRG ist mit 26 Mitgliedern, drei Booten und drei Autos vertreten; normal sind in Kollmar sechs bis sieben Wasserretter samt Boot stationiert. Die DLRG kümmert sich zwar in erster Linie um Wasserrettung, aber heute ist die Erste Hilfe das Wichtigere. In Dreierstreifen ziehen die Männer und Frauen durch die Feiernden, den Rucksack mit dem wichtigsten Equipment und ein Funkgerät haben sie dabei. Scheerer rechnet damit, dass die heiße Phase bis 22 Uhr dauern wird.

Die Polizei hat 40 Beamte aus Dithmarschen und Steinburg zusammengezogen, die Dorfschule ist ihre Zentrale. „Bis jetzt gar nix“ haben sie zu tun, erklärt Einsatzleiter Hans-Jürgen Lutz am frühen Nachmittag. Aber für seine Leute geht es erfahrungsgemäß erst später los, wenn der Alkohol seine enthemmende Wirkung entfaltet hat.

zur Startseite

von
erstellt am 30.Mai.2014 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen