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US-Generalkonsulin im Heider Rathaus: Gespräch über die Region

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erstellt am 06.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Heide | Seltener Gast in der Dithmarscher Kreisstadt. Die US-Generalkonsulin Dr. Inmi K. Patterson traf sich zum Gespräch mit Bürgervorsteher Franz Helmut Pohlmann (CDU) und Erstem Stadtrat Olof Paulsen (CDU).

Die Generalkonsulin interessiert sich nicht nur für die Metropolen. Sie will vielmehr die kleineren Städte kennen lernen und lud sich ganz einfach nach Heide ein. Mit offenen Armen wurde sie in der Dithmarscher Kreisstadt empfangen. Franz Helmut Pohlmann und Olof Paulsen, die von der charmanten Frau ganz begeistert waren, brachten die wesentlichen Aspekte der Region auf den Punkt. Natürlich vergaßen sie nicht zu erwähnen, das Dithmarschen immerhin der älteste Kreis Deutschlands ist und dass das Verhältnis zwischen Schleswig-Holstein und Hamburg durch die Auseinandersetzung um die Windmesse zu Verstimmungen geführt hat. Und dass Schleswig-Holstein dann auch noch den Hafenschlick aus der Elbvertiefung erhält, sorge ebenfalls für Verstimmungen, so Paulsen.

Interessiert folgte Dr. Inmi K. Patterson den Ausführungen der Stadtvertreter. Auch wenn die Probleme außerhalb ihres Kompetenzbereiches liegen. Gut informiert ist die Generalkonsulin dagegen über Infrastrukturmaßnahmen wie die Fehmarn-Belt-Querung und die Energiewende, die in den USA genau verfolgt und als vorbildhaft gesehen wird. Zumindest in Washington. Obwohl Energiewende in den USA eine andere Bedeutung hat. Dass in Deutschland mehr als umstrittene Fracking ist in ihrer Heimat üblich, um günstige Energie zu gewinnen. "Für uns ist es wichtig zu verstehen, was in Deutschland passiert, weil es ein wichtiges Partnerland ist", betonte Dr. Inmi Patterson und verabschiedete sich nach einem gut einstündigen Gespräch.

Wer ist die Frau, die sich für Heide interessiert? Dr. Inmi K. Patterson liebt die klassische Musik. Vor allem die deutsche. Sie spielt Schuman und Brahms auf dem Klavier. Viel Zeit bleibt der reisefreudigen Frau dafür allerdings nicht. Die 58-Jährige war als amerikanische Diplomatin in Japan, China und Kenia, in der Abteilung für Politische Angelegenheiten an der US-Botschaft in Moskau und während ihres Dienstes in der US-Delegation bei der OSZE in Wien sowie in in der Abteilung für Politische Angelegenheiten an der US-Botschaft in Moskau. Und irgendwie schaffte sie es, nebenbei noch drei Töchter groß zu ziehen.

Seit 2010 ist Hamburg die neue Heimat von Dr. Inmi K. Patterson. Neben der Hansestadt ist die US-Generalkonsulin, die sechs Sprachen spricht, für Schleswig-Holstein, Bremen, Niedersachen und Mecklenburg-Vorpommern zuständig. Bundesländer, die von Washington genau verfolgt werden. Selbst die Wahlen in Kiel beobachtete die amerikanische Regierung mit Spannung.

Politik und die wirtschaftlichen Probleme sind ihr wichtig. Aber noch wichtiger sind für Dr. Inmi K. Patterson die Menschen. Mit ihnen will sie ins Gespräch kommen. Mit den Kommunalpolitikern genauso wie mit den Schülern, die sie darüber aufklären will, wie die Vereinigten Staaten in der Realität sind und sie will die Jugendlichen zu einem internationalen Austausch ermutigen. Für die Konsulin mit südkoreanischen Wurzeln eine Herzensangelegenheit.

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