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Kunstausstellung : Urschönheiten mit Hammer und Meißel

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kunkelmoor-Ausstellung zeigt die Gemeinsamkeiten von Kunst und Kirche. Wackener Bildhauer stellt in Elmshorner Kirche aus. Ausstellung geht am 26. September zu Ende.

shz.de von
erstellt am 20.Sep.2013 | 05:00 Uhr

Mit Fritz A. Kunkelmoor hat der Kunstkreis der Elmshorner Emmaus-Gemeinde diesmal einen Bildhauer aus Wacken zu Gast. Noch bis zum 26. September zeigt er in der Stiftskirche eine Reihe von Steinskulpturen in freier Formgebung.

Ulrike Meiforth vom Kunstkreis freute sich, dass so viele Besucher der Einladung zur Vernissage gefolgt waren. Der Geigenvirtuose Jazeps Jermolovs aus Lettland begleitete die Veranstaltung mit klassischen Stücken, für die er verdienten Beifall erhielt.

„Kunst und Kirche, wie verträgt sich das?“ Diese Frage versuchte der emeritierte Pastor und Kunstfreund Dr. Wolfgang Derisch zu beantworten. So wie Gott sich über seine Schöpfung freute, so freue sich auch ein Künstler mit allen Sinnen über seine Werke. Deshalb stehe auch diese Ausstellung unter dem Thema „Freude an der Schöpfung“. Kirche und Kunst seien beide auf der Suche nach dem Wesentlichen, meinte Kunkelmoor. „Auf der Suche nach dem Wesentlichen im Leben bereitet es mir stets eine große Freude, bei der Gestaltung meiner Steine, nur mit Hammer und Meißel, also ohne jegliche Maschine, das Einfache, Klare und Fließende sich spielerisch entwickeln zu lassen, wobei ich das Sichtbarmachen der zeitlosen, absoluten Urschönheit anstrebe, die allen Wesen und Dingen innewohnt. Denn es ist neben der Liebe insbesondere auch das Schöne, was uns am Leben erhält und unserer Seele Flügel verleiht.“ Liebe, Tod, Freiheit, Schwangerschaft seien einige seiner Themen gewesen, erzählte der Bildhauer weiter. „Ich habe große Liebe zu den freien, fließenden Formen.“ In einem Dialog mit Dr. Deresch schilderte er seinen Werdegang und erzählte von den Personen, die ihm Vorbilder geworden seien. „Ich habe früher auch gemalt. Ich habe gelernt, dass der Künstler nur Werkzeug ist, nur Mittler.“ Wenn er den Stein bearbeite, gebe es keinen Verlierer, sondern immer zwei Sieger, betonte er. Er als Künstler freue sich, sein Werk zu vollenden, und der Stein bleibe ein Stein. Kunkelmoor hat sich auch durchgehend mit Philosophie beschäftigt, „… weil ich wohl auf der Suche nach dem Wesentlich war und bin, nämlich nach dem Kern des Zusammenspiels aller Wesen und Dinge.“ Bildhauer Axel Richter habe ihm im Sommer 2005 die Augen geöffnet, um sehen zu können, „…dass die Kraft zum Komponieren im Material nicht mein Verdienst ist, sondern mir gegeben wird von der göttlichen Kraft, die in jedem von uns steckt.“ Seitdem könne er ohne verkrampfte Zielsetzung frei gestalten, „… und etwas schaffen, was für mich schön ist.“ Die meisten Kunstwerke von Fritz A. Kunkelmoor sind auch verkäuflich.

Näheres über den Künstler und seine Werke: www.skulpturen-kunkelmoor.blogspot.com; E-Mail: fritz.a.kunkelmoor@gmx.de. - Die Ausstellung wird bis zum 26. September jeweils donnerstags von 18 bis 19 Uhr und sonntags von 11 bis 12 Uhr zu sehen sein. Außerdem werden Gesprächsabende mit Dr. Deresch und dem Künstler angeboten, immer donnerstags von 19 bis 20 Uhr. Einen Gottesdienst zur Ausstellung am Sonntag, 15. September, 18 Uhr, wird Pastor Dr. Deresch halten. Die Finissage mit klassischer Musik findet am Donnerstag, 26. September, ab 19 Uhr statt.

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