Unterwegs zu den Fledermäusen im Burger Paradiestal

Solche Nisthilfen  bietet Karl-Friedrich Thiessen auf seinen Führungen an.
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Solche Nisthilfen bietet Karl-Friedrich Thiessen auf seinen Führungen an.

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28. Juli 2015, 12:56 Uhr

Sie sind so schnell, das das Auge sie beim Vorbeiflug in der Dämmerung kaum wahrnimmt. Zu hören sind sie schon gar nicht, denn sie kommunizieren im für uns nicht hörbaren Frequenzbereich: Fledermäuse. Karl-Friedrich Thiessen aus Burg ist den in der Dämmerung aktiven Fledermäusen seit langem verfallen, er gilt in der Region als ausgewiesener Experte für die kleinen Säuger.

Mit modernsten Detektoren stellt der Burger den Dämmerungsjägern nach. Acht Arten hatte Thiessen in Burg bereits nachgewiesen und so herausgefunden, dass das Burger Paradiestal neben der Levensauer Hochbrücke und den Segeberger Kalkhöhlen ein Hotspot für Fledermäuse im Land ist. Zwei neue Arten, die Mückenfledermaus und das braune Langohr, wies er erst kürzlich dank eines neuen Detektors im Luftkurort nach. Dieses Gerät, dass die Laute der fliegenden Jäger erfasst, zeichnet sie auch auf, zu Hause kann Karl-Friedrich Thiessen das Ergebnis am Computer auswerten. Dass dies möglich ist, verdankt er dem Verein für Dithmarscher Landeskunde, der die Anschaffung unterstützt hat.

Vor rund zehn Jahren baute Thiessen mit Helfern das alte Trafohaus am Ende des Paradiestals zu einem Fledermaushotel aus, im Frühjahr 2015 das alte Trafohaus an der großen Bergstraße (wir berichteten). Von Mai bis August bietet Thiessen Führungen in die Welt der Fledermäuse an. Jeden letzten Freitag im Monat geht es auf Erkundungstour. Treff ist am 31. Juli um 20.30, am 28. August bereits um 19.30 Uhr am Burger Klärwerk.

Auf der Wanderung entlang des Paradiestals zeigt Thiessen den Teilnehmern verschiedene Nisthilfen zum Kaufen oder Selbstbauen. Dazu gibt es jede Menge Wissen um Fledermausdetektoren und das Leben der sich von Insekten ernährenden Tiere.

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