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Ehrenabteilung : Unterstützung für die First Responder

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

1000 Euro spendete die Ehrenabteilung der ehemaligen Freiwilligen Feuerwehr Burg für die Erstretter. Eine Anerkennung der Arbeit, die seit Anfang des vergangenen Jahres ehrenamtlich geleistet wird.

1000 Euro für Burgs First Responder und die Frage: Was ist eigentlich mit der alten Feuerwehrkasse?, bildeten die Schwerpunkte der Jahresversammlung der Ehrenabteilung der ehemaligen Freiwilligen Feuerwehr Burg. Aktuell zählt diese 29 Mitglieder und 84 Fördermitglieder.

19 Teilnehmer begrüßte Vorsitzender Lothar Gringel, darunter als Gäste Bürgermeister Puck und seinen Stellvertreter Walter Arriens, der als Bau- und Werkausschussvorsitzender der für die Feuerwehr „zuständige Fachminister in der Regierung“ ist, wie Arriens sich selbst vorstellte. Getagt wurde wie zu Zeiten der freiwilligen Wehr im Holsteinischen Haus. Ebenfalls als Gäste begrüßte Gringel Wehrführer Thomas Kusch und dessen Vize Michael Baden. Vom Rang her sind die beiden inzwischen Haupt- beziehungsweise Oberbrandmeister, haben beide die volle Kompetenz zum Gemeindewehrführer erworben und aus der Pflichtwehr eine überaus solide, top ausgestattete und ausgebildete Truppe geformt.

Beide gehören zudem den seit Anfang 2013 im Einsatz befindlichen First Respondern an, einer Gruppe von inzwischen 16 Mitgliedern aus der Pflichtwehr, die sich die Lebensrettung auf die Fahne geschrieben haben. Bei zeitkritischen Einsätzen sind Burgs First Responder im Schnitt acht bis zwölf Minuten vor dem Rettungswagen vor Ort – eine Zeitspanne, die nicht selten über Leben und Tod entscheidet. Knapp 60 Mal waren die Responder im vergangenen Jahr im Einsatz. Die 14 Männer und zwei Frauen haben jede mindestens 80 Stunden Erste Hilfe absolviert, sechs von ihnen sind hauptberuflich Rettungssanitäter. Die First Responder finanzieren sich komplett über Spenden und genießen die Anerkennung der altgedienten Kameraden aus der Ehrenabteilung, was diese mit einem Scheck über 1000 Euro nachdrücklich unterstrichen. „Jeder kann die First Responder mal brauchen“, brachte Gringel die lebensrettende Bedeutung der ehrenamtlich in der Pflichtwehr tätigen Gruppe auf den Punkt.

Die Ehrenabteilung selbst kümmert sich vor allem um „Oma“, wie man liebevoll den alten Opel Blitz, Baujahr 1960, nennt. Der alte Löschwagen hat gegenüber dem Gerätehaus seine Garage und dient als Hochzeitsfahrzeug und Repräsentationswagen der Burger Feuerwehr. Die Gemeinde trägt die Versicherung, die Ehrenabteilung alle übrigen Kosten zum Erhalt des historischen Fahrzeugs. Ansonsten steht bei der Ehrenabteilung die Geselligkeit hoch im Kurs. Ein Tagesausflug zur Hallig Südfall bildete 2013 den Höhepunkt.

Die Vorstandswahl verlief offen und einstimmig. Gringel wurde als Vorsitzender, Horst Schöning als Beisitzer und Bernhard Franke als Kassenwart bestätigt. Franke übernimmt zudem das Amt des Schriftwarts von Michael Volkers, der nicht neu kandidierte. Klaus Schweitzer und Heiner Rehder bleiben die „Vergnügungsplaner“, nächste Veranstaltung: Feuerwehrball, 1. Februar.

Zum Schluss fragte Rolf Mohr nach dem Verbleib der alten Kasse und wieviel da so drin sei. Puck antwortete: „Das Geld ist festgelegt, bis es wieder eine freiwillige Wehr gibt.“ Zur Höhe der Summe machte Puck keine Angabe. Und während in der Ehrenabteilung das Wort „Pflichtwehr“ vermieden und stets nur von der Feuerwehr Burg gesprochen wird, hat die Pflichtwehr mit dem Begriff längst keine Probleme mehr. Und Bestrebungen an der Truppe und ihrem Erfolgskonzept zu rütteln, gibt es derzeit nicht.

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erstellt am 10.Jan.2014 | 11:54 Uhr

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