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Nettchens Hafenfest : Unterschriftenaktion für das Fest

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Listen in Glückstädter Geschäften ausgelegt / Bürger sollen für die Feier unterschreiben

von
erstellt am 07.Mai.2014 | 04:45 Uhr

„Die Lebensfreude in Glückstadt darf nicht sterben.“ Unter diesem Motto sammeln 20 Glückstädter Unterschriften. Ihr Ziel: Das Nettchen-Fest soll erhalten bleiben. Deshalb steht auf den Listen auch: „Wir lieben ein lebendiges Glückstadt und wünschen uns den Fortbestand des Festivals am Hafenkopf bis 23 Uhr.“

Tina Armbrust (43) und Thomas Meyer (53) haben gestern bereits zahlreiche Unterschriftenlisten in Geschäften verteilt. „Ich habe selten ein Thema erlebt, das so diskutiert wird“, sagt Tina Armbrust. Und sie machte trotz der kontroversen Meinungen die Erfahrung: „Einige Listen waren schon in kürzester Zeit voll.“

Als Sängerin ist sie selbst bereits bei einem Nettchen-Open-Air aufgetreten. Sie findet die Atmosphäre am Hafen toll. „Der Hafenkopf ist das Sofa von Glückstadt.“ Dort würden sich die Menschen treffen, weil „es so schön ist“. Und das sei auch der Sinn gewesen, um den Platz mit öffentlichen Geldern so herzurichten. Die Unterschriftenaktion „geht nicht gegen die Anwohner“ , erklärt Armbrust in Bezug auf die Diskussion um den Lärm. Wie berichtet, wurde die Veranstaltung deshalb abgesagt.

Ab 20 Uhr liegt bezüglich der Lärmbelästigung die Obergrenze bei 70 Dezibel und ab 22 Uhr nur noch bei 58 Dezibel. Da sich offiziell ein Anwohner bei der Stadt beschwert hat, hat die Verwaltung die Veranstaltung nur bis 21 Uhr genehmigt. Daraufhin sagte der Veranstalter wiederum die Musikveranstaltung auf dem Hafenkopf ab.

Auch Thomas Meyer betont: „Es geht bei der Unterschriftenaktion nicht gegen jemanden und auch nicht für jemanden.“ Wobei er es gut finden würde, wenn sich die betroffenen Parteien an einen Tisch setzen würden, um über das Problem zu reden.

Aktiv an der Aktion beteiligt ist auch Oliver Resch (50). Der gebürtige Münchner wohnt seit 14 Jahren in Glückstadt. Der Vertriebsleiter einer großen Hamburger Firma hat die Stadt bewusst als Wohnort gewählt. Er selbst ist großgeworden in der Nähe des Areals, wo das Oktoberfest stattfindet. „Ich möchte ein Signal setzen“, sagt Resch zur Unterschriftenaktion. Er ist Befürworter von solchen Festen, wie dem Nettchen-Open-Air. „Sonst stirbt die Stadt.“ Besonders der Hafen sollte weiterhin belebt bleiben. Dies gelte auch für die Stadt. Denn eine lebendige Stadt würde Touristen anlocken. „Und davon profitiert der Einzelhandel.“

Die Unterschriftenaktion soll maximal vier Wochen dauern, so war der Stand gestern. Dann, so planen die Akteure, werden die Zahlen bekanntgegeben. Die Listen selbst wollen sie an Bürgermeister Gerhard Blasberg und an die Fraktionsvorsitzenden der Rathausparteien übergeben. Ihre Hoffnung ist, dass sich die Beteiligten einigen können.

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