Besuch : Unterricht im Museum

Helmar Dorka (rechts) erläuterte den Ortsplan des Lockstedter Lagers.
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Helmar Dorka (rechts) erläuterte den Ortsplan des Lockstedter Lagers.

Fragen zur deutsch-finnischen Beziehung gingen Schüler des achten Jahrgangs der Wilhelm-Käber-Schule im Museum am Wasserturm in Hohenlockstedt nach.

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31. Januar 2016, 08:00 Uhr

Aus welchem Grund machten sich „Pfadfinder“ vor 100 Jahren aus Finnland auf den Weg ins Lockstedter Lager  ? Was erwartete sie hier  ? Wie und unter welchen Umständen kehrten diese Finnen wieder in ihre Heimat zurück  ? All diesen Fragen zur deutsch-finnischen Beziehung gingen Schüler des achten Jahrgangs der Wilhelm-Käber-Schule im Rahmen des Offenen Ganztagsangebots nach. Zum Unterricht gehörte auch ein Besuch im Museum am Wasserturm, dort erfuhren die Schüler einiges über die Hintergründe der Jägerbewegung damals und heute. Helmar Dorka vom Verein für Kultur und Geschichte erklärte, dass am 25. Februar 1915 die ersten finnischen Freiwilligen ins Lockstedter Lager kamen, um sich militärisch ausbilden zu lassen. Dabei wies er auch auf die damaligen Beweggründe hin. „Finnland war seinerzeit eine russische Provinz, die Finnen fühlten sich von den Russen unterdrückt und suchten ihre Unabhängigkeit, die sich nur militärisch erringen ließ.“

In der außerschulischen Unterrichtsstunde erfuhren die Jugendlichen, die im April zu einer einwöchigen Reise nach Lapua aufbrechen werden, zudem, dass sich daraus eine Partnerschaft zwischen Hohenlockstedt und Lapua entwickelte. Buch- und Filmmaterial ergänzten die Ausführungen im Museum.

Um Finnland und die Beziehung der Gemeinde dorthin besser kennenzulernen, beschäftigen sich die Schüler auch mit dem Anfertigen von Spielen und der Erarbeitung von Unterrichtsstunden rund um die deutsch-finnische Freundschaft. „Geschichte ist für die Schüler oft weit weg“, sagte Schulleiter Jörn Gasterstedt. Wenn allerdings Aspekte der lokalen Geschichte bearbeitet würden, die in dem Ort auch noch so präsent seien, betreffe es die Schüler unmittelbar in ihrem Alltag. „Was kann man sich Schöneres wünschen als Geschichtslehrer?“ ,

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