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Norddeutsche Rundschau

24. Oktober 2017 | 06:38 Uhr

Wirtschaft : Unternehmen ziehen positive Bilanz

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Investitionen und Personalbestände an Unterelbe und Westküste bleiben unverändert. Umsatzerwartungen steigen. Die Unternehmen sind für 2014 weiterhin vorsichtig optimistisch.

shz.de von
erstellt am 18.Dez.2013 | 12:16 Uhr

„Den meisten Unternehmen geht es gut. Wir können durchaus erfreuliche Zuwachsraten verzeichnen.“ Mit diesen Worten fasste Lutz Bitomsky, Vorsitzender des Unternehmensverbandes Unterelbe-Westküste, das Ergebnis der Konjunkturumfrage an der Westküste und im Unterelberaum zusammen, die der Verband halbjährlich durchführt. Eine vorsichtig optimistische Grundhaltung stellt der Vorstand des Unternehmensverbands Unterelbe-Westküste bei den Betrieben in Steinburg und Pinneberg fest.

Knapp 50 Unternehmen mit etwa 5000 Mitarbeitern aus den beiden Kreisen hatten an der Umfrage teilgenommen. „Der Trend geht dahin, dass die Unternehmen ihre Investitionen und Mitarbeiter-Bestände gleich halten wollen“, stellte Heinrich Ritscher, Geschäftsführer des Verbandes, fest. Mit Investitionen im ersten Halbjahr 2014 wollen sich Steinburger und Pinneberger Betriebe aber zurückhalten. Dazu gab Ritscher zu bedenken: „In den letzten Jahren wurde ein relativ hohes Investitionsniveau erreicht, das nicht bis ins Unendliche gesteigert werden kann.“ Vielmehr sei es mehrheitlich das Ziel, dieses Niveau zu halten.

„Die Beschäftigungszahlen werden steigen, die Arbeitslosigkeit gleichzeitig jedoch nicht sinken“, so Ritscher. Dieser scheinbare Widerspruch sei unter anderem mit einem Fachkräftemangel zu begründen, der eine Zuwanderung von Arbeitskräften nötig mache, erklärte Bitomsky. „Allein deswegen muss es das ureigene Interesse eines Unternehmens sein, qualifizierte und gute Mitarbeiter zu halten“, so der geschäftsführende Gesellschafter der Firma W.O. Müller. Das „Gesamtpaket“, so Verbandsgeschäftsführer Sebastian Koch, müsse sowohl für Arbeitnehmer als auch für Unternehmen, die sich ansiedeln möchten, stimmen. Dazu gehöre insbesondere eine intakte Verkehrsinfrastruktur. Diese sei in Schleswig-Holstein derzeit nicht gegeben. Als Beispiel führte Koch das Nadelöhr Elbtunnel, die unfertige A20 und fehlende Schienenwege an. Von der „nicht wirtschaftsorientierten“ Landesregierung sei man sich nicht nur in dieser Hinsicht enttäuscht. Jedoch brauche man eine neue Trassenplanung für die A20 zum Erhalt und zur Schaffung von Arbeitsplätzen, betonte Bitomsky: „Ich bin sicher, dass sich Gewerbe und Industrie an der Autobahn ansiedeln werden.“

Bei den in Steinburg und Pinneberg ansässigen Unternehmen ist die Auftragslage jetzt besser als noch im Sommer: Knapp zwei Drittel der Betriebe bewerten ihren gegenwärtigen Auftragsbestand als saisonüblich oder günstig. Nur 13 Prozent rechnen für das kommende halbe Jahr mit einem Rückgang. Dabei sind – wie schon bei der letzten Befragung – fast 90 Prozent der Betriebe ausgelastet. Dazu beurteilen 40 Prezent der Unternehmen, also fast 10 Prozent mehr als bei der letzten Erhebung, die voraussichtliche Umsatzentwicklung als günstig. Mit den restlichen 60 Prozent der Unternehmen, die allesamt eine ungünstige oder ungewisse Auftragsentwicklung erwarten, liegt die Region trotzdem über den Werten des restlichen Verbandsgebietes an der Westküste.

Sowohl Personal- als auch Investitionsbereich lassen zurückhaltende Entscheidungen erkennen. Einige Unternehmen aus dem Bereich Unterelbe seien eng mit dem Hamburger Hafen verbunden und daher direkt von der Eurokrise betroffen, begründete Ritscher. Welche Auswirkungen die Prinovis-Schließung auf Zulieferer aus dem Kreisgebiet haben werden, werde erst anhand der nächsten Halbjahresberichte erkennbar sein.

 

 

 

 

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