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Filmdreh : Uni-Crew dreht in Burgs Lüttem Café

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das Lütte Café in Burg ist nicht nur ein Garant für leckere Torten – immer wieder entdecken Filmteams die Räume als Kulisse.

shz.de von
erstellt am 25.Jan.2014 | 08:17 Uhr

Wieder einmal wurde „dat lütte Café“ zum Drehort. Nach NDR und MDR haben dort voriges Wochenende Studenten der Uni Hamburg einen Film gedreht. Es geht um eine moderne Fassung der biblischen Geschichte von David und Batseba, um die ewigen Themen Ehebruch, Mord, Reue und Vergebung. Unter Leitung von Professor Hans-Martin Gutmann erlebten 14 Theologiestudenten und sieben Film-Profis kreative Tage in Burg.

Genächtigt wurde im Gemeindehaus, wo auch Maske, Technik und „der schlimmste Schnarcher“ eigene Räume beziehen konnten. Im Rahmen einer in der Form einzigartigen Lehrveranstaltung in Evangelischer Theologie hat Professor Gutmann die Predigtvorbereitung mit dem Medium Film verknüpft. Zentrale Frage dabei: „Was hat der biblische Text mit dem Leben heute zu tun?“ In Gruppenarbeit haben die Studenten ihre Ideen entwickelt und schließlich unter Anleitung ein Drehbuch verfasst. Zum bewährten Profi-Team gehörten: Annamaria Benckert, Katharina Mirow, Franziska Claassen, Yannick Fauth, Simon Eckhardt und Julian Sengelmann. Er ist Theologe, Musiker und Schauspieler. In der 3.Staffel von „Türkisch für Anfänger“ agierte er neben dem derzeit sehr angesagten Elyas M’Barek. Bei den Dreharbeiten in Burg coachte Julian Sengelmann die Darsteller und war für die Regie zuständig. Nach einem dreistündigen Außendreh auf der Burger Fähre wurde das Café zum Set.

Nathalia Schomerus schlug die Klappe und rief: „Pic up 7C21, die erste“. Geheimsprache für Ton und Schnitt. Vier Kameras filmten den emotionalen Dialog zwischen den Hauptdarstellern. Alle agierten leicht übermüdet, sie hatten bis in den frühen Sonntagmorgen am Soundtrack gebastelt. Natürlich alles handgemacht, schließlich sind im Team auch gute Musiker.

Sabine Gerbinski und Jörg Mielenz schauten dem Treiben in ihrem Café interessiert zu. Sie haben die Renovierungsarbeiten (Betriebsferien bis zum 31. Januar) gern unterbrochen. „Ich finde es schön zu beobachten mit welcher Euphorie und Inbrunst sich junge Menschen für ein gemeinsames Projekt einsetzen“, sagte Sabine Gerbinski. Entdeckt wurde ihr kleines Café, als Filmprojekt-Organisator Simon Eckhardt und Burgs Vikar Christian Bingel dort Kaffee tranken. Der Vikar war während seines Studiums Assistent von Gutmann und hat auch mal ein Film-Seminar mitgemacht. Diesmal war er für das Catering im Gemeindehaus verantwortlich und wurde sehr gelobt.

Aus dem umfangreichen Material ist in Windeseile ein 27-Minuten-Kurzfilm geschnitten worden, der bereits gestern zusammen mit einem „Film über den Film“ im Lichtmess Kino in Altona gezeigt wurde. Sabine Gerbinski bekommt eine Kopie und lädt demnächst zur Filmvorführung ins lütte Café.

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