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Norddeutsche Rundschau

21. August 2017 | 14:22 Uhr

Karambolage : Unfallfahrt endet im Parkhaus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Unter Medikamenten-Einfluss hinterlässt eine 71-Jährige in Itzehoe eine Spur der Verwüstung – sie beschädigt Bäume und mehrere Autos.

Itzehoe | Ihre Fahrt endete im Parkhaus des Holstein-Centers mit einer kleinen Kollission – doch auf dem Weg dahin hatte die 71-jährige bereits in der Umgebung eine Spur der Beschädigungen hinterlassen, wie sich später herausstellte.

Als die Seniorin am Montagnachmittag das Parkdeck Richtung Feldschmiedekamp verlassen wollte, rollte ihr Auto zurück und stieß gegen den Wagen einer 40-jährigen Frau aus Bokhorst. Diese hatte der Itzehoerin das Auto zuvor durch die Schrankenanlage gefahren, weil die 71-Jährige selbst damit überfordert war. „Zeugenaussagen zufolge soll die 71-Jährige insgesamt Schwierigkeiten gehabt haben, ihr Fahrzeug sicher zu führen“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei.

Die Beamten waren bereits vor diesem Vorfall darüber benachrichtigt worden, dass es in der Gartenstraße zu einem Verkehrsunfall gekommen sei. Zunächst konnten sie nichts feststellen. Nachdem sie aber am Auto der 71-Jährigen Unfallspuren mit einer Schadenshöhe von rund 5000 Euro entdeckt hatten, die nicht von der Parkhauskarambolage stammen konnten, hakten sie nach.

Die Rentnerin lieferte die Antworten: Sie habe das Auto noch nicht so lange und tue sich noch schwer mit der Bedienung, erklärte sie. In der Stormstraße sei sie gegen mehrere Autos und einen Baum gefahren. Warum sie nicht die Polizei gerufen habe, könne sie nicht sagen.

Dass das neue Auto nicht das einzige Problem war, zeigte sich schnell: Die Frau gab an, dass sie sich nicht gut gefühlt hatte und vor Antritt der Fahrt Medikamente zu sich genommen habe – und zwar „Lyrika“. Das, so erfuhren die Beamten beim Studium des Beipackzettels, enthält Wirkstoffe, die durchaus Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit haben können. Fazit: „Die 71-Jährige hätte sich gar nicht ans Steuer ihres Autos setzen dürfen.“

Aufgrund des Sachverhalts nahmen die Beamten Kontakt zu einem Richter des Amtsgerichts Itzehoe auf, dieser ordnete die Entnahme einer Blutprobe sowie die Beschlagnahme des Führerscheins an. Die Polizei ermittelt nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort.

Im Zusammenhang mit den Unfällen in der Stormstraße – oder auch an anderer Stelle – bittet die Polizei die Geschädigten, sich mit dem Polizeirevier in Itzehoe in Verbindung zu setzen. Denn bislang hätten sich die Betroffenen noch nicht gemeldet.

Hinweise: 04821/602-5300.

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erstellt am 23.Okt.2013 | 05:00 Uhr

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