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Schulausschuss : Unerwartetes Plus in der Amtskasse

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mit warmen Händen gibt der Schul- und Finanzausschuss: Höhere Einnahmen machen in 2014 einige Investitionen möglich – und dafür müssen nicht einmal Kredite aufgenommen werden.

shz.de von
erstellt am 04.Dez.2013 | 05:03 Uhr

In so eine Situation kommen die Kommunalpolitiker heute nur noch äußerst selten. Die Mitglieder des Finanz- und Schulausschusses des Amts Burg-St. Michaelisdonn sahen sich Montag einem deutlich höheren Etat für 2014 gegenüber. Rund 450 000 Euro mehr wies die Kasse plötzlich auf, wie Marco Strufe, Leiter des Fachbereichs Finanzen, mitteilte. „Das bedeutet ein Kassenbestand am 1. Januar 2014 von 745 000 Euro“, rechnete Strufe vor. Mit den eingeplanten, zusätzlichen Einnahmen im kommenden Jahr könne sich dann ein Überschuss von rund 1,2 Millionen Euro bilden, erklärte Ausschussvorsitzender Dirk Krohn (Burg) und stellte die geradezu logische Frage: „Sparen oder investieren?“

Der Überschuss sei unter anderem durch geringere Schülerbeförderungskosten, gesunkene Kosten für die Unterbringung von Asylbewerbern – „es werden zwar mehr aber dadurch ergeben sich Synergieeffekte und die Kosten sinken“, erklärte Strufe – und die gestiegenen Einnahmen bei der Amtsumlage zurückzuführen. Der größte Posten sei allerdings eine reine Umbuchung durch die Sanierung der Heizung an der Grund- und Regionalschule in St. Michaelisdonn, die auf 2014 geschoben wurde und für die dadurch nur die Ingenieurskosten anfallen würden, so Strufe.

Die Heizung schlägt in 2014 als größter Posten mit rund 450 000 Euro zu Buche – und soll jetzt nicht mehr über einen Kredit finanziert werden. Bei so einem Polster auf der Habenseite, sei es durchaus sinnvoll, die Investition sofort zu zahlen, erklärte Strufe. Zwar sei der Zinssatz zurzeit sehr niedrig, aber man bekomme auch auf angelegtes Geld nur sehr wenig. Zudem könne ohne Kredit sofort die Abschreibung erfolgen, die dann zudem sofort auf die Schulkosten umgelegt werden könne. „Ich fasse zusammen: Wir haben durch die Doppik, den positiven Zinseffekt und die Umlage der Kosten drei Vorteile“, sagte Dirk Krohn und hatte erhielt einen einstimmigen Beschluss.

Doch damit nicht genug: Auch die Sanierung des Flachdachs der Burger Gemeinschaftsschule wird nicht länger auf die lange Bank geschoben. 183 000 Euro für diese Arbeiten bewilligten die Ausschusspolitiker ebenso wie 50 000 Euro für den Brandschutz an der Grund- und Regionalschule St. Michel; zu guter Letzt gibt es auch noch 1200 Euro für einen zweiten Kühlschrank an der Grundschule in St. Michel. Alle Beschlüsse gehen als Empfehlung an den Amtsausschuss.

Für Dirk Krohn waren die Finanzberatungen damit aber noch nicht ganz beendet. Er forderte die Ausschusskollegen auch auf, sich Gedanken zu machen, ob man langfristig die Amtsumlage senken sollte. Derzeit bei 33 Prozent spüle sie jedes Jahr mehr als 600 000 Euro in die Kasse, wobei sogar die Inflation berechnet sei. „Das ist mir zu viel, wenn ich daran denke, wie wir in den Kommunen rumknapsen, um den Haushalt aufzustellen.“ Ein Prozentpunkt weniger würden etwa 180 000 Euro weniger einbringen. Laut Krohn immer noch genug. Das Thema soll im nächsten Jahr wieder auf den Tisch kommen.

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