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Polizeidienststelle in Itzehoe : „Unerträgliche Rahmenbedingungen“

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Nachdem die Gewerkschaft der Polizei einen Neubau der Dienststelle forderte, zeigt sich auch der Staatssekretär des Innenministeriums erschüttert über die Zustände.

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erstellt am 21.Okt.2017 | 12:30 Uhr

In aller Regel äußern sich Politiker eher wage, wenn ihnen Missstände bei Ortsterminen präsentiert werden – besonders dann, wenn deren Behebung viel Geld kostet. Beim Besuch im Itzehoer Polizeihochhaus gestern wich der Kieler Innenstaatssekretär Torsten Geerdts (CDU) von dieser Regel deutlich ab. Geerdts Fazit nach Gesprächen zum Zustand des Gebäudes und einer Begehung fiel mehr als eindeutig aus: „Unerträglich“ seien die Rahmenbedingungen, unter denen die Polizeibeamten in Itzehoe ihren Dienst verrichten müssten.

Der Besuch in Itzehoe sei ein „Kulturschock“ für ihn gewesen. „Ich habe Gebäude in ähnlichem Zustand schon gesehen – in Ostdeutschland nach dem Zusammenbruch der DDR“, so Geerdts. Die Liste der Mängel sei lang. „Ich bin überrascht, dass ich hier trotzdem noch auf so motivierte Polizistinnen und Polizisten getroffen bin.“ Für die müsse nun „schnellst möglich“ eine sozialverträgliche Lösung gefunden werden.

Geerdts kündigte an, „zeitnah“ seine Eindrücke dem beim Finanzministerium angesiedelten Gebäudemanagement des Landes mitzuteilen und auf Lösungen zu drängen. Zur Frage, ob Sanierung oder Neubau das Mittel der Wahl sein könnten, hielt Geerdts sich bedeckt. Dies sei noch zu prüfen. Ein „Befreiungsschlag“ erscheine aber notwendig – und ein Neubau bringe einen „Motivationsschub“ für die rund 200 Beschäftigten. Im Vorfeld des Termins hatten Gewerkschaftsvertreter der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) und der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Kritik am Zustand des Polizeihochhauses geäußert und einen Neubau gefordert (wir berichten).

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