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Norddeutsche Rundschau

17. Oktober 2017 | 10:20 Uhr

Menschen des Jahres : Unermüdliche Handarbeit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Todkranke Kinder tragen Mützen und Schals von Ingrid Körner. Ihr Häkelbüdelclub unterstützt unsere Menschen-des-Jahres-Kandidatin.

Seit vier Jahren strickt Ingrid Körner (77) aus Kremperheide unermüdlich Mützen, Schals und Socken für todkranke Kinder. Mit ihrem Häkelbüdelclub in Münsterdorf unterstützt sie das Kinder-Hospiz Sternenbrücke in Hamburg-Rissen. Für unsere Redaktion ist Ingrid Körner der Vorschlag als Mensch des Jahres 2016. Noch bis zum 31. Dezember haben die Leser unserer Zeitung noch die Möglichkeit, Ingrid Körner ihre Stimme zu geben (siehe Kasten).

Wie viele andere Ehrenamtler im Land, engagiert sich die 77-Jährige mehr im Verborgenen für die Kinder im Hospiz. Sie steht nicht besonders gern im Vordergrund, doch die Unterstützung der todkranken Jungen und Mädchen in der Sternenbrücke ist ihr wichtig. Und es stimmt sie froh, dass ihre Arbeit dort großen Anklang findet. „Wir freuen uns sehr über Ihre wunderbare Spende einer schönen Auswahl an selbst gestrickten Mützen, Schals sowie Strümpfe und danken Ihnen allen von Herzen für die Unterstützung“, schrieben unlängst Iris Jung und Peer Gent in einem Brief an Ingrid Körner und weitere Mitglieder des Münsterdorfer Häkelbüdelclubs.

Angefangen hatte alles vor drei Jahren, als Ingrid Körner sich entschied, für die Kinder zu stricken. Seitdem greift die Kremperheiderin in jeder freien Minute zu ihren Stricknadeln. Unterstützung erhält sie oft bei den Frauen in ihrem Häkelbüdelclub bei den regelmäßigen Treffen in Münsterdorf. Alles in allem sind seit 2013 mehr als 100 Paar Strümpfe sowie über 100 Mützen und gut 50 Schals gestrickt worden. Die fertigen Unikate bringt Ingrid Körner stets im September oder Oktober selbst nach Hamburg, in diesem Jahr 20 Paar Strümpfe, 20 Mützen und sieben Schals.

Wenn auch die Strickereien Routine sind, emotionslos arbeitet Ingrid Körner dennoch nicht: „Die Kinder, die in der Sternenbrücke die letzten Tage ihres Lebens verbringen, tun mir leid, denn ich weiß ja, dass sie den Aufenthalt nicht überleben werden. Sie sind nur kurze Zeit da.“ Besonders bewegend empfindet sie es, dass die Strickwaren nach dem Tod der Kinder bei den betroffenen Familien bleiben. „Manche Kinder wollen auch damit beerdigt werden.“

Warum sie sich engagiere? „Meine Mutter hatte mir einmal gesagt, dass ich daran denken solle, im Leben eine gute Tat zu vollbringen.“ Mit ihrem Einsatz für das Kinder-Hospiz Sternenbrücke erfülle sie den Wunsch ihrer Mutter. „Ich bin davon überzeugt, dass die Arbeit richtig ist und werde sie fortsetzen.“ Dankbar sind für diese Einstellung insbesondere Iris Jung und Peer Gent, die in ihrem Brief zusätzlich mitteilten: „Unsere Arbeit ist nur möglich, weil es Menschen wie Sie gibt, die uns auf unserem Weg begleiten. Auch den Dank ‚unserer’ Familien möchten wir Ihnen hiermit gerne weiterleiten.“

Unabhängig von seinem Zutun für das Kinder-Hospiz Sternenbrücke hat sich der Häkelbüdel-Club in diesem Jahr ein weiteres Mal um den guten Zweck verdient gemacht: Als im Frühjahr dieses Jahres eine Gruppe Afrikaner bei der Kirchengemeinde Münsterdorf zu Gast war, hat der Häkelbüdel-Club die Besucher mit warmen Stricksachen versorgt. Ingrid Körner: „Darunter waren Mützen und Schals, die deshalb nötig wurden, weil die Frauen und Männer aus Kenia bei den kühlen Temperaturen im April sehr gefroren hatten.“

 

So stimmen Sie ab:

> Zur Telefonwahl rufen Sie die Nummer mit entsprechender Endziffer für Kandidatin Ingrid Körner an: 01375/80401791-15 (14 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise deutlich teurer).


> Bei der SMS-Wahl senden Sie eine SMS an die Nummer 42020 mit dem Inhalt „shz vote 15“ für Ingrid Körner. Für die SMS fallen die üblichen SMS-Kosten Ihres Tarifs an.


> Den Stimmzettel können Sie per Post senden an: sh:z, Chefredaktion,
Fördestraße 20, 24944 Flensburg.


> Ob über Telefon, SMS oder per Post – Ihr Votum muss uns bis zum
31. Dezember, 24 Uhr erreicht haben; der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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