Verschönerungsverein ratlos : Unbekannte wüten in Kellinghusen

So viel Zerstörung hat Margarete Mehrens-Alfer bislang noch nicht erlebt.    Foto: Tietje-Räther
So viel Zerstörung hat Margarete Mehrens-Alfer bislang noch nicht erlebt. Foto: Tietje-Räther

Vandalismus in Kellinghusen: Der Bürger- und Verschönerungsverein hatte große Pfllanzgefäße aufgestellt - jetzt haben Unbekannte eine Schneise der Zerstörung gezogen.

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02. Januar 2013, 09:56 Uhr

KELLINGHUSEN | Eine Schneise der Zerstörung zieht sich quer durch Kellinghusen: Zahlreiche große Pflanzgefäße wurden brutal aus ihrer Verankerung gerissen. Vom Kreisel B206/ Neuer Kamp bis zur Steinstraße leisteten die Täter ganze Arbeit. Kaum einer der im Fayencestil bemalten Töpfe blieb unversehrt. "Wir sind entsetzt", sagt Margarete Mehrens-Alfer, Vorsitzende des Kellinghusener Bürger- und Verschönerungsvereins (KBV) beim Ortstermin auf der Bahnhofspromenade.
Im Rahmen einer Verschönerungsaktion waren vom KBV dort zuletzt Ruhebänke mit Rosenbögen versehen sowie die typischen Pötte aufgestellt worden. Jetzt bieten die geschmackvollen Installationen einen traurigen Anblick. Zu beiden Seiten der Bank liegen die Kunststoff-Pflanzgefäße mitsamt Weihnachtdekoration im Dreck."Das ist kein Kinderspiel gewesen", verweist Mehrens-Alfer auf die feste Verankerung. Fehlende Topfböden ließen das brutale Vorgehen erahnen.

Trauer und Empörung

Angelegt wurde die Spur sinnloser Gewalt offenbar in der Nacht von Freitag auf Sonnabend. "Die ersten Hinweise erfolgten Sonnabend in der Früh", sagt Mehrens-Alfer. Mit Vandalismus haben die KBV-Ehrenamtler schon von Beginn an zu tun. Seit der Verein vor Jahren anfing, sich mit viel Liebe zum Städtchen tatkräftig für dessen Verschönerung einzusetzen, gab es immer weder auch Rückschläge. "Mit einzelnen Vandalismusaktionen konnten wir leben." Die aktuelle Tat bringe den Verein neben einer maßlosen Enttäuschung aber auch finanziell an seine Grenzen, erklärt die Vorsitzende. Trotzdem habe der KBV eine Belohnung für sachdienliche Hinweise ausgelobt, die zur Ergreifung der Täter führen.
Traurig und empört sind nicht nur die Vereinsmitglieder. "Bei uns standen die Telefone nicht mehr still", sagt Mehrens-Alfer über viel Bürgerzuspruch. Was sie zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste: Auch im Netz setzte nach einem Posting von Ratsherr Martin Dethlefsen (BFK) ein reger Austausch ein. Das Ergebnis: Geballte Hilfe der Gemeinschaft durch eine Verabredung zum Pötteaufstellen.

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